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Noch wird das Gemäuer von einem Baugerüst verdeckt.
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Noch wird das Gemäuer von einem Baugerüst verdeckt.

Mörfelden-Walldorf

Leben im alten Bahnhof

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude soll im Herbst wieder in alter Pracht erstrahlen – in der historischen Sandsteinfassade mit dunklen Schiefern und Bogenfenstern, allerdings mit einem neuen Innenleben-

Die Sandsteinfassade ist freigelegt, die Bogenfenster sind wieder zum Vorschein gekommen. Gerade werden die alten, asbestbelasteten Ziegel auf dem Dach durch eine dunkle Naturschiefer-Schicht ersetzt und im Gebäude der Schacht für den behindertengerechten Aufzug vorbereitet. Die Sanierung des Mörfelder Bahnhofsgebäudes ist voll im Gang.

„Der neue Bahnhof in Mörfelden ist voraussichtlich im Herbst endgültig fertiggestellt“, sagte Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) während einer Begehung mit den Mitgliedern des Magistrats.

Architekt Heinrich Wagner brachte die Gruppe um den Rathauschef und den Ersten Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne) auf den neuesten Stand im Fortschritt der Sanierungsarbeiten. Alte Gemäuer würden immer wieder Überraschungen verbergen, sagte er. Im Mörfelder Bahnhof fanden die Bauarbeiter diese in Form von Pilzbefall. „Einige Holzkonstruktionen waren dadurch instabil und mussten ausgetauscht werden. Das Problem haben wir aber bereits gelöst“, versicherte Wagner.

Rund 25.000 Euro Mehrkosten seien durch die unerwartete Entdeckung entstanden, sagte der Architekt. Allerdings liege man mit den Gesamtkosten zurzeit noch mit 88.000 Euro unter den eingeplanten 1,34 Millionen Euro, betonte Bürgermeister Becker. „Bei Altbauten muss man immer ein wenig Spielraum im Budget haben“, sagte er.

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude, das zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist, soll im Herbst wieder in alter Pracht erstrahlen – in der historischen Sandsteinfassade mit dunklen Schiefern und Bogenfenstern, allerdings mit einem neuen Innenleben.

Ein Aufzug verbindet Keller, Erdgeschoss sowie das Obergeschoss. Dort entstehen zurzeit Räume für den Frauentreff, die Sandhasen, den Freundeskreis Städtepartnerschaft, den Hospizverein sowie den Sozialverband VdK. Im Erdgeschoss wird in einem Pilotprojekt ein Kiosk sowie der Fahrkartenverkauf gemeinsam mit der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft (LNVG) und dem Ausbildungsverbund Metall betrieben.

Der Zugang zum öffentlichen Bereich im Erdgeschoss ist später über die Ostseite des Gebäudes direkt neben dem Kulturbahnhof möglich. Beide Eingänge würden dann durch eine filigrane Dachkonstruktion aus Stahl optisch verbunden und geschützt, führte Wagner aus. Ein Durchgang für Bahnreisende vom Kiosk zum Gleis in Richtung Frankfurt sei bislang nicht vorgesehen. Im kleinen Nebengebäude wird eine öffentliche Toilette eingerichtet.( tij)

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