Die Sanierung der Bundesstraße 44 ist nun am Helvetia Parc angelangt.
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Die Sanierung der Bundesstraße 44 ist nun am Helvetia Parc angelangt.

Groß-Gerau

Laster zerbröseln den Asphalt

Die B 44-Sanierung zwischen Groß-Gerau und Büttelborn geht weiter.

Wir sind voll im Zeitplan“, freut sich Klaus Göbel vom Baudezernat bei Hessen-Mobil. Die Baustellenrichtung auf der Bundesstraße 44 in Höhe des Helvetia Parc ist inzwischen abgeräumt worden. Aber nur, um sie ein paar Meter weiter wieder aufzubauen. Denn die Behinderungen auf der Bundesstraße zwischen Groß-Gerau und Büttelborn dauern noch einige Wochen an.

„Grundhafte Erneuerung“ nennt sich das, was die Bauarbeiter dort in den vergangenen Wochen in Angriff genommen haben. Der Oberbau der mit mehr als 20 000 Fahrzeugen pro Tag frequentierten Straße musste zwischen der Einmündung der B 44 nach Büttelborn und der Bahnunterführung an der Ortseinfahrt von Groß-Gerau komplett raus.

Viel Verdruss unter Autofahrern

Vor allem der viele Schwerlastverkehr setzt den Straßen zu. „Für eine Bundesstraße haben wir hier zudem eine der stärksten Verkehrsbelastungen“, weiß Göbel. Deshalb galt bei den Bauarbeiten: nicht kleckern, sondern klotzen.

„Die neue Decke soll 30 Jahre halten“, war Göbels Vorgabe an die Straßenbaufirma. Auf der jetzt fertiggestellten Strecke wurde die Fahrbahndecke mit einer Stärke von 38 Zentimetern komplett neu aufgebaut, auf dem Teilstück von der Einfahrt in den Helvetia Parc bis Büttelborn werden es zwölf Zentimeter, denn dort ist schon einmal saniert worden.

Eine Baustelle an einer derart exponierten Stelle sorgt immer wieder für Verdruss bei den Autofahrern. Das wird auch in den kommenden Wochen so sein, denn der Verkehr kann nur in einer Richtung fließen. Zeitweise ist der Helvetia Parc dann von der Autobahnabfahrt Büttelborn und von Weiterstadt kommend nicht erreichbar. Die Autofahrer müssen dann einen recht stattlichen Umweg über Groß-Gerau nehmen.

Dort hat es in den vergangenen Wochen in Verkehrsspitzenzeiten bereits erhebliche Probleme gegeben. Klaus Göbel weiß von Klagen sowohl aus dem Groß-Gerauer Rathaus, als auch von Autofahrern, weil sich der Verkehr von der Autobahnauffahrt Groß-Gerau teilweise zurück bis auf die Bahnüberführung staut. Auch in Richtung Gewerbegebiet bilden sich dann lange Warteschlangen, weil der Verkehr, der auf die A 67 Richtung Darmstadt auffahren will, alle anderen Fahrzeuge blockiert. Auch jene, die geradeaus Richtung Mörfelden fahren oder auf die Autobahn Richtung Rüsselsheim auffahren möchten.

Der Grund: Die Schaltphase der Ampel für die Abbieger Richtung Autobahn ist zu kurz. Gerade mal vier oder fünf Pkw oder ein Lastwagen können abbiegen, bevor die Ampel wieder auf Rotlicht schaltet. Das Problem sei erkannt und solle abgestellt werden, so Göbel. Es würden sich Mitarbeiter von Hessen-Mobil die Situation vor Ort anschauen und dafür sorgen, dass die Ampelphase für die Abbieger verlängert wird. In vier Wochen soll der Verkehr wieder normal fließen. Dann hat sich auch das Problem mit den langen Staus gelöst.

Eigentlich hatte Hessen-Mobil auch Beschwerden der Geschäftsleute im Helvetia Parc erwartet, weil die Kunden die Parkplätze teilweise nur über Umwege erreichen können. Doch bisher habe es von dort keine Klagen gegeben, sagte Göbel. „Die Bauarbeiten sind nun mal nötig“, so der Baufachmann. Und teuer sind sie auch. Wenn die Baken abgeräumt werden, hat die Erneuerungsmaßnahme an der B 44 rund 1,1 Millionen Euro gekostet. (hde)

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