Groß Gerau

Kreisklinik Groß Gerau muss Angebote ändern

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Auch Kurzzeitpflege und Reha soll hier Platz finden. Die Geburtshilfe wird abgeschafft.

Das Kreiskrankenhaus Groß-Gerau will sich auf die Basisversorgung konzentrieren: mit Innerer Medizin und Chirurgie, Zentraler Notaufnahme, Radiologie, Triagesystem zum Einstufen der Notfalldringlichkeit und einer kleinen Intensivstation. Die Geburtshilfe/Gynäkologie schließt. Das am Freitag vorstellte Konzept sieht 100 Betten für das Krankenhaus vor sowie weitere 120 für die Kurzzeitpflege. Hinzu kommt ein ambulantes Operationszentrum.

Das Versorgungszentrum sei als Modellprojekt denkbar, für das es Fördermittel aus dem Strukturfonds des Landes und dem Innovationsfonds des Bundes geben könnte. Ob das Konzept realisiert wird, hängt vom Votum des Kreistags ab, teilte der Kreis Groß-Gerau mit. Klinik-Geschäftsführerin Erika Raab hält demnach die Fortsetzung des jetzigen Betriebs „wirtschaftlich, qualitativ und haftungsrechtlich“ für nicht vertretbar. Das Personal könne größtenteils an anderer Stelle im Haus eingesetzt werden.

Beratungsangebote der Elternschule und von Hebammen blieben bestehen. Eine Zusammenarbeit mit dem GPR-Klinikum Rüsselsheim sei vorgesehen, man setzte auf Kooperationen, nicht auf Konkurrenz. Weitere Sektoren, die bedient werden könnten, seien Präventionsangebote, Entlassmanagement für die lückenlose Versorgung der Menschen, Reha-Angebote, Physiotherapie sowie Hospiz. 

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