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SPD-Erfolg im Kreis Groß-Gerau: Landrat Thomas Will gratuliert Direktkanidatin Melanie Wegling (beide SPD).
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SPD-Erfolg im Kreis Groß-Gerau: Landrat Thomas Will gratuliert Direktkanidatin Melanie Wegling (beide SPD).

Kreis Groß-Gerau

Kreis Groß-Gerau: CDU verliert - SPD siegt auf ganzer Linie

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Die SPD holt mit Melanie Wegling das Direktmandat und wird stärkste Kraft. Der bisherige Bundestagsabgeordnete der CDU, Stefan Sauer, spricht von einer „Abkehr der Menschen von der CDU“.

Freude bei der SPD im Kreis Groß-Gerau: Die Sozialdemokrat:innen haben nicht nur zum ersten Mal seit 2005 das Direktmandat gewonnen, sondern sind mit 29,8 Prozent der Zweitstimmen laut vorläufigen Endergebnissen auch stärkste Kraft geworden. Die CDU fuhr herbe Verluste ein und landete mit 21,4 Prozent auf Platz zwei. Die Grünen legten gut fünf Prozent auf 14,8 und die FDP gut zwei Prozentpunkte auf 11,8 Prozent zu.

Melanie Wegling, Fraktionsvorsitzende aus Ginsheim-Gustavsburg, setzte sich mit 33,4 Prozent deutlich gegen den bisherigen Bundestagsabgeordneten Stefan Sauer (27,7 Prozent/CDU) durch. Schon am Dienstag soll es nach Berlin gehen, sagte die junge Mutter am Wahlabend im Kreishaus Groß-Gerau. Sauer zeigte sich überrascht über das schlechte Abschneiden seiner Partei. Er habe sich bei den Erststimmen mehr versprochen, aber im Wahlkampf habe er bereits „eine gewisse Abkehr der Menschen von der CDU“ bemerkt. Bei vergangenen Bundestagswahlen hatte im Kreis immer die CDU das Direktmandat gewonnen und war stärkste Kraft geworden, obwohl der Kreis seit Jahren von SPD, Grünen und Linken regiert wird.

Der Kandidat der Grünen, Lars Nitschke, erzielte mit 11,7 Prozent einen Achtungserfolg. „Es ist schade, dass die Grünen nicht so gut abgeschnitten haben wie erhofft.“ Dies reiche nicht aus, den Klimaschutz so voranzubringen, wie man dies gewollt habe. Er vermute, dass die Menschen Angst vor einer echte Veränderung hätten.

Die FDP zeigte sich zuversichtlich, dass sie „zu nahezu 100 Prozent auf Bundesebene mitregieren“ werde, wie Vorsitzender Peter Engemannn sagte.

Melanie Wegling (SPD) hat das Direktmandat gewonnen. privat

Im Kreis Groß-Gerau regiert auf seit Jahren ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken. Bundestagsabgeordneter Jörg Cezanne (Linke) sagte vor Bekanntgabe der Endergebnisse zu den Warnungen vor einer Beteiligung der Linken in der Bundesregierung: „Man muss sich vor uns nicht fürchten.“ Im Kreis habe man vor allem Dinge bewirkt, die der Mehrheit dienen würden, etwa beim ÖPNV und der Kreisklinik Groß-Gerau. Dennoch kam die Linke nur auf 4,2 Prozent. Das ist ein Minus von vier Prozentpunkten.

Auch die AfD erzielte mit 8,8 Prozent ein schlechteres Ergebnis als 2017: Sie verlor 3,5 Prozentpunkte bei den Zweitstimmen. Ihr Direktkandidat, Thorsten Blümlein, erhielt mit 8,5 Prozent das viertbeste Ergebnis vor Stephan Dehler (8,4) von der FDP und Linken-Kandidat Jörg Cezanne (3,9 Prozent).

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