Einsatzkräfte auf der Suche nach einer vermissten Person im Rhein bei Gernsheim (Kreis Groß-Gerau).
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Einsatzkräfte auf der Suche nach einem vermissten 20-Jährigen im Rhein bei Gernsheim (Kreis Groß-Gerau).

Großeinsatz am Rhein

Junger Mann im Rhein untergegangen - Suche nach Vermisstem wird nicht fortgesetzt

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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Ein junger Mann ist am Sonntag im Rhein in Höhe Gernsheim (Kreis Groß-Gerau) untergegangen. Die Polizei geht nicht davon aus, den 20-Jährigen noch lebend zu finden. 

  • Bei Gernsheim (Kreis Groß-Gerau) wird ein junger Mann im Rhein vermisst.
  • Der junge Mann ist nach Angaben der Männer, die ihn begleiteten offenbar in den Rhein gegangen und plötzlich untergegangen.
  • Die Polizei geht derzeit nicht mehr davon aus, den Mann noch lebend zu finden.

Update am Montag, 14.09.2020, 10:55: Die groß angelegte Suchaktion nach dem 20-Jährigen, der auf der Rheinseite bei Eich untergegangen war, blieb bislang erfolglos. Laut eines Sprechers der Polizei, kam es gestern gegen 17 Uhr zu einer Unterbrechung der Suchaktion. Zudem gab die Polizei in Mainz bekannt, dass die Wahrscheinlichkeit, den Mann noch lebend zu finden, gering sei. Daher werde am heutigen Montag keine großangelegte Suchaktion mehr stattfinden.

Zuvor war ein Großangebot an Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Rettungsschwimmern an der Suche nach dem vermissten Mann beteiligt gewesen. Auch die Wasserschutzpolizei und ein Polizeihubschrauber der Hessischen Landespolizei sollen den 20-Jährigen gesucht haben. Der junge Mann pakistanischer Herkunft ist nach Angaben seiner anwesenden Freunde, ein „wenig guter Schwimmer“.

20-Jähriger im Rhein untergegangen - Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr

Update vom Sonntag, 13.09.2020, 17.15 Uhr: Wie die Polizei am frühen Sonntagabend mitteilt, gab es größere Verständigungsprobleme mit den beteiligten Personen. Die Männer, die mit dem vermissten Schwimmer im Rhein unterwegs waren, sind pakistanischer Staatsangehörigkeit. In der ursprünglichen Meldung der Polizei Südhessen hieß es, die Gruppe hätte versucht, den Rhein von Gernsheim im Kreis Groß-Gerau aus zu durchschwimmen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen hat sich die Gruppe allerdings auf Rheinland-Pfälzer Seite des Rheins in Höhe Eich bis zu den Knien in das Wasser begeben. Der leider immer noch vermisste 20 Jahre alte Mann, ebenfalls aus Pakistan, ging etwas weiter in das Wasser hinein und dort schließlich unter. Die drei verbliebenen Männer bezeichnen sich selbst, wie auch die vermisste Person als „wenig gute Schwimmer“, wie die Polizei berichtet. Die Männer waren also nicht, wie bisher vermutet, eine längere Strecke geschwommen. Die Suche der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und DLRG nach dem jungen Mann dauert weiterhin an.

Junger Mann im Rhein vermisst - Polizei, Feuerwehr und DLRG im Einsatz

Erstmeldung vom Sonntag, 13.09.2020: Gernsheim - Aktuell sucht ein Großaufgebot von Feuerwehren, Rettungsdienst, DLRG und Polizei nach einem vermissten Schwimmer im Rhein. Der Rettungseinsatz läuft bei Gernsheim im Kreis Groß-Gerau. Zur Unterstützung ist außerdem die Wasserschutzpolizei und ein Polizeihubschrauber der Hessischen Landespolizei im Einsatz.

Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine Gruppe gegen 14.00 Uhr den Rhein von Gernsheim aus in Richtung Eich (Rheinland-Pfalz) durchschwimmen. Drei der Schwimmer konnten sich ans andere Ufer retten. Kurz vor Erreichen des Ufers auf der Rheinland-Pfälzischen Seite bei Eich stellte die Gruppe fest, dass einer der Schwimmer wohl untergegangen war. Die Suchmaßnahmen der Rettungskräfte dauern aktuell noch an.

Großeinsatz bei Gernsheim (Groß-Gerau): Der Hubschrauber der Landespolizei Hessen auf der Suche nach einer vermissten Person im Rhein.

Schwimmer im Rhein bei Gernsheim (Kreis Groß-Gerau) vermisst - Rettungsaktion läuft

Im Einsatz vor Ort befinden sich außerdem die Feuerwehren aus Biebesheim, Büttelborn, Gernsheim, Riedstadt, Stockstadt und Trebur, Rettungskräfte der DLRG, des DRK, die Notfallseelsorge und der Gefahrenabwehrkreis Groß-Gerau. Der Fährverkehr ist derzeit eingestellt. Angehörige werden derzeit von Rettungskräften auf Rheinland-Pfälzischer Seite betreut.

Die DLRG warnt immer wieder eindringlich vor dem Schwimmen in Flüssen. Gerade durch die Freibad-Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie sind im Sommer viele versucht in Flüssen oder Seen baden zu gehen - doch das ist lebensgefährlich. Die DLRG betont daher ausdrücklich, dass Flüsse wie der Rhein oder der Main keine Freibad-Alternative sind. Ein tragisches Ende nahm ein Unfall am Rhein bei Trebur. Ein kleiner Junge geriet in den Rhein und beim Versuch ihn zu retten, ertrank mit ihm auch seine Mutter. iwe

Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir den Artikel aktualisieren.

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