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Das Schulamt sucht einen neuen Caterer, damit die Schüler auch in Zukunft warmes Mittagessen erhalten.
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Das Schulamt sucht einen neuen Caterer, damit die Schüler auch in Zukunft warmes Mittagessen erhalten.

Ganztagsschule

Hilfe beim Mittagessen

Ganztagsschulen sind nun verpflichtet Mittagessen für die Schüler anzubieten - Dies geht aus einem Konzept zur Versorgung an Ganztagsschulen des Kreisauschusses Groß-Gerau hervor. Es soll jedoch keine Schule gezwungen werden. Kritiker sehen den zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Ein warmes Mittagessen können alle 21 Ganztagsschulen des Kreises Groß-Gerau anbieten. Sie haben unterschiedliche Lösungen gefunden, wie sie diese Verpflegung sicherstellen: Sechs Schulen lassen sich die Essenskomponenten warm anliefern, zwei weitere Schulen wollen dieses System ebenfalls einführen. In sechs Bildungseinrichtungen gibt es einen eigenständigen Einkauf. Dort kochen die Schüler zum Teil selbst. Neun Schulen – bald auch eine zehnte – haben sich für eine Erwärmung angelieferter, schockgekühlter Essenskomponenten mittels Heißluftdämpfer entschieden. Dies geht aus einem Konzept zur Unterstützung der Mittagessenversorgung an den Ganztagsschulen hervor, das der Kreisausschuss den parlamentarischen Gremien des Kreises vorgelegt hat. Demnach verpflichtet das Hessische Schulgesetz den Kreis als Schulträger, an ganztägig arbeitenden Schulen die erforderliche Infrastruktur für die Mittagessensversorgung vorzuhalten.

Kreis soll unterstützen

Die Schulen sind bei der Umsetzung zu unterstützen – aber das hält der Kreisausschuss ohnehin für „zwingend erforderlich“. Denn für immer mehr Schüler muss ein Mittagessen angeboten werden. Die Schulen seien aus zeitlichen, personellen und rechtlichen Gründen nicht mehr in der Lage, die Versorgung in Eigenregie aufrechtzuerhalten. Außerdem führt die Vielfalt der Systeme auch verwaltungstechnisch zu Problemen, geht aus dem Konzept hervor: Das Mittagessen wird an den Schulen entweder von Personal des Kreises, der Schulen, der Catering-Unternehmen oder von Eltern ausgegeben. Vielfältig sind auch die eingesetzten Abrechnungsverfahren, die vom Abonnement-, Lastschriftverfahren, Bonverkauf bis hin zur Barzahlung bei der Essensausgabe reichen. 65 Prozent der Schulen verwalten die Abrechnung selbst. Als Ziel nannte Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (Grüne) im Bildungsausschuss, ein schmackhaftes und gesundes Essensangebot zu schaffen. Alle Schüler sollen sich diese Verpflegung leisten können. Im Konzept ist zudem das Ziel formuliert, mit Land und Bund eine kostenlose Mittagessensversorgung an den Schulen anzubieten. „Das ist ein sehr ambitioniertes Programm“, sagte Angela Schulz (CDU): „Die Frage ist, ob es machbar ist.“ Die Christdemokratin forderte eine Kostenanalyse, ein Finanzierungskonzept und eine Vergleichsanalyse mit dem Main-Taunus-Kreis. Außerdem will sie geklärt wissen, wie mit Schulen verfahren wird, die einen Kiosk haben. Astheimer sagte zu, diese Informationen schnellstmöglich, teils bereits in der Kreistagssitzung am Montag, 1. Juli, nachzureichen.

Eltern mit in die Verantwortung nehmen

Unverständnis äußerte Fritz Klink (FDP/FW): Der Kreis halse sich mit dem Konzept zusätzlichen Verwaltungsaufwand auf. Klink schlug vor, die Schulleitungen und Eltern mit in die Verantwortung zu nehmen – und sich im Rahmen eines vorzugebenden Budgets selbst um die Essensversorgung zu kümmern. Grünen-Politiker Astheimer entgegnete: „Keine Schule wird gezwungen, dieses Konzept mitzutragen.“ Aber grundsätzlich sei der Kreis verantwortlich, dass bei der Mittagessensversorgung die Hygienevorschriften eingehalten würden. Diese Absicherung sei dem Schulträger nicht möglich, wenn er die Verantwortung abgebe. dirk

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