Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der futuristische Neubau, der vor 15 Monaten eröffnet wurde, hat 2,5 Millionen Euro gekostet.
+
Der futuristische Neubau, der vor 15 Monaten eröffnet wurde, hat 2,5 Millionen Euro gekostet.

Jugend- und Kulturzentrum Mörfelden

Das Haus, das sich anpasst

Das neue Jugend- und Kulturzentrum (JuKuz) am Bahndamm in Mörfelden wird gut angenommen - besonders drei Angebote sind momentan besonders stark frequentiert

Vor rund 15 Monaten öffnete das neue Jugend- und Kulturzentrum (JuKuz) am Bahndamm in Mörfelden. Ein Ziel des Neubaus, dessen futuristische Formen von einigen mit einem Ufo verglichen werden, war es, Räumlichkeiten zu schaffen, in denen Trends der Jugendkultur verwirklicht werden können. „Die Investition und der Zeitaufwand von zwei Jahren für den Bau des neuen JuKuz haben sich gelohnt“, resümiert der Erste Stadtrat Franz-Rudolf Urhahn (Grüne). Das neue Gebäude biete optimale Möglichkeiten, um den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden. Ob heute noch einmal so ausgefallen gebaut würde, scheint angesichts der städtischen Finanzlage allerdings fraglich. Letztlich ist das neue Jugendzentrum knapp 500 000 Euro teurer geworden als geplant. Insgesamt hat die Stadt rund 2,5 Millionen Euro dafür ausgegeben. Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) sprach daher kurz vor der Eröffnung von „Stress, Ärger und grauen Haaren“, die ihm das Projekt beschert habe. Vor allem die CDU hatte die Kostensteigerungen harsch kritisiert. Dass das neue Zentrum gelungen ist, liegt nach Einschätzung der Stadt nicht zuletzt an der engen Zusammenarbeit von Architekt Claus Staniek und den späteren Nutzern der Räume. Die Jugendlichen, vertreten durch das Kinder- und Jugendforum, wurden in die Planung einbezogen und konnten Wünsche äußern und Vorschläge unterbreiten. Sie entschieden auch mit, wer als Architekt beauftragt wird und arbeiteten an der Raumkonzeption mit. Wichtig bei Planung und Gestaltung war, dass das Gebäude flexibel genutzt werden kann. „Das Haus bietet die Möglichkeit für unterschiedlichste Anforderungen“, so Heimo Boschert von der Jugendförderung. „Wir wissen nicht, wie sich die Trends der Jugendkultur in den nächsten Jahren ändern werden. Doch egal was kommt, wir sind flexibel und gewappnet.“ Bereits im ersten Jahr hat das Gebäude viel Aufmerksamkeit erfahren. Allein zur zweitägigen Eröffnungsfeier waren rund 1400 Besucher gekommen. Derzeit zeichnen sich drei Angebote ab, die besonders stark frequentiert sind: die Catering-AG „Fun and Food Company“, die Probe- und Studioräume für Nachwuchsbands und die „Event-AG“, in der Jugendliche viel über das Management von Bands und Konzerten lernen.


Proben im Bandraum

Sonntags und donnerstags gibt es ein selbst gekochtes Abendessen im Jugendzentrum. In der „Fun and Food Company“ lernen die Jugendlichen, wie sie sich selbst eine Mahlzeit zubereiten können. Dazu werden alle zwei Monate für Teilnehmer im Alter von zwölf bis 15 Jahren samstags Seminare mit externen Fachkräften angeboten. Das JuKuz hat außerdem einen eigenen Proberaum für Musikgruppen und ein kleines Aufnahmestudio, in dem Demo-Tapes mitgeschnitten werden können. Derzeit nutzen fünf Gruppen das Angebot. Eventmanagement und Techniken wie die Funktion eines Mischpults und die optimale Beleuchtung können Jugendliche in der „Event-AG“ lernen. Sozialarbeiter Klaus Steinki, der die AG leitet, ist selbst Musiker und weiß, was er den Jugendlichen beibringt. Im kommenden Herbst wird die „Event-AG“ eine Veranstaltungsreihe mit mehreren Konzerten starten. Das erste Konzert ist am Samstag, 31. August, ab 20 Uhr unter dem Motto „Female Voices“. An diesem Abend werden nur Bands mit Frontfrauen auftreten. Aber auch für Partys und Geburtstagsfeiern kann das JuKuZ gemietet werden. Ab November sind noch Termine frei. Mehr Informationen gibt es unter 06105/279853. mz

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare