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Groß-Gerau

Hallenbad wird saniert

Ab Montag wird das Groß-Gerauer Hallenbad von Grund auf saniert. Das rund 4,2 Millionen Euro teure Projekt wird vom Land Hessen mit einer Million Euro aus dem Hallenbad-Investitionsprogramm gefördert. Über die restlichen 3,2 Millionen Euro muss die Groß-Gerauer Bäder GmbH ein Darlehen aufnehmen.

Die Stadt Groß-Gerau gewährt ihrer Bäder GmbH eine hundertprozentige Ausfallbürgschaft für ein 3,2-Millionen-Euro-Darlehen, das für die bevorstehende Hallenbad-Sanierung gebraucht wird.

Ab Montag wird das Groß-Gerauer Hallenbad von Grund auf saniert, weshalb es für 16 Monate geschlossen bleibt. Das rund 4,2 Millionen Euro teure Projekt wird vom Land Hessen mit einer Million Euro aus dem Hallenbad-Investitionsprogramm gefördert. Über die restlichen 3,2 Millionen Euro muss die Groß-Gerauer Bäder GmbH ein Darlehen aufnehmen, für das sie eine Kommunalbürgschaft benötigt. Das Stadtparlament hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, dieses Darlehen in voller Höhe abzusichern.

Ein Parlamentsbeschluss vom 8. Mai 2013 hatte nur eine Ausfallbürgschaft von 80 Prozent vorgesehen. Den Vorteil einer hundertprozentigen Absicherung erklärt der städtische Fachbereich Finanzen, Controlling und Wirtschaftsförderung damit, dass sich die Bäder GmbH dadurch einen Zinsvorteil auf die gesamte Darlehenshöhe sichert.

Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bürgschaft mit dem EU-Beihilferecht vereinbar ist. Denn das kommunal verbürgte Darlehen sei als sogenannte Investitionsbeihilfe für Sportinfrastrukturen vom Beihilfeverbot befreit. Jürgen Martin (SPD) stellte „mit großer Befriedigung“ fest, dass die Bäder GmbH als städtische Tochter die Hallenbad-Sanierung stemmen könne, während in anderen Kommunen Hallenbäder geschlossen würden.

Noch Diskussionsbedarf

Dennoch, so Bürgermeister Stefan Sauer (CDU), sei damit die Diskussion um das Bad nicht abgeschlossen. Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung des Groß-Gerauer Hallenbads für das Schulschwimmen werde die Stadt mit dem Schulträger, dem Kreis Groß-Gerau, über eine Kostenbeteiligung verhandeln.

Sauer erinnerte dabei an – mittlerweile verworfene – Überlegungen des Kreises, das Crumstädter Freibad außerhalb der Sommersaison mit einer Traglufthalle auszustatten. Für dieses Projekt hätte der Kreis, je nach Mietdauer, rund 2,5 bis fünf Millionen Euro aus dem Schuletat investiert. Sauers Argument: Wenn der Kreis bereit gewesen wäre, so viel Geld für ein Provisorium aufzuwenden, dann sollte doch eine Beteiligung an den Sanierungskosten des Groß-Gerauer Hallenbads möglich sein.

Jürgen Martin erklärte, innerhalb der kommunalen Familie im Kreis müsse es möglich sein, Lasten der Infrastruktur anders zu verteilen. (dirk)

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