Mörfelden-Walldorf

Grüne gegen mehr Nachtflüge

Die Grünen in Mörfelden-Walldorf kritisieren die Fraport AG. Sie wolle das hart erkämpfte Nachtflugverbot, noch mehr durchlöchern. Die Grünen sind gegen mehr Nachtflüge.

Zur aktuellen Diskussion über wetterbedingte Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen nehmen die Mörfelden-Walldorfer Grünen Stellung. Die Regelung gehöre zum Mediationsergebnis, das auch die Fraport AG damals akzeptiert habe – aber „anscheinend nie wirklich. Jetzt, wo der Ausbau vollendet ist und sich das Terminal 3 im Bau befindet, möchte Fraport offensichtlich das ihr so lästige Nachtflugverbot vollständig über Bord werfen“, schreibt Fraktionsvorsitzende Andrea Winkler in einer Mitteilung.

Es reiche offenbar nicht aus, dass das entsprechende Gerichtsurteil bereits heute „auf schamloseste Weise bei jedem Gewitter ausgenutzt und wegen Schlechtwetterbedingungen doch bis Mitternacht geflogen wird“, so Winkler. Das hart erkämpfte Nachtflugverbot, „der einzige Schutz für die Bevölkerung in der Region zwischen 23 und 5 Uhr“, solle nach dem Willen der Fraport AG noch mehr durchlöchert werden und letztendlich fallen.

Im Interesse der in der Region lebenden Menschen von Hanau bis Rheinhessen wäre sogar ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr aus gesundheitlichen Gründen notwendig, argumentieren die Grünen. Daher könnten sie auf keinen Fall die „unhaltbaren Forderungen seitens der Fraport AG und einiger Politiker, die das Nachtflugverbot aushebeln wollen“, akzeptieren. Flughafenbetreiber und Politik dürften die Gesamtbelastung der in der Region lebenden Menschen nicht aus dem Blick verlieren, appellieren die Grünen. (ers)

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