Anti-Atomkraft-Demo

Mit Vuvuzelas gegen Biblis

Rund 80 AKW-Gegner protestieren lautstark auf dem Groß-Gerauer Marktplatz. Es wird getrötet, gepfiffen, gerasselt und getrommelt, was das Zeug hält. Sogar eine von der Fußball-Weltmeisterschaft übrig gebliebene Vuvuzela findet einen neuen Verwendungszweck.

Ausgerüstet mit Fahnen, Transparenten und Atommüllfässern formiert sich am Montag die Anti-AKW-Initiative Groß-Gerau zur Aktion Atomalarm, die zeitgleich in knapp 60?deutschen Städten Menschen auf die Straße treibt. Protestiert wird gegen Laufzeitverlängerungen, unter anderem für das Atomkraftwerk Biblis.

Walter Seeger von der Anti-AKW-Initiative bringt den überraschend langen Demonstrationszug in Stellung. „Wir hatten 20 Rückmeldungen“, sagt er. Dass sich nun knapp 80 Demonstranten auf dem Marktplatz eingefunden haben, versetzt ihn sichtlich in Hochstimmung. Es wird getrötet, gepfiffen, gerasselt und getrommelt, was das Zeug hält. Sogar eine von der Fußball-Weltmeisterschaft übrig gebliebene Vuvuzela findet einen neuen Verwendungszweck.

Die Reaktionen der Passanten sind unterschiedlich. Mancher verständnislose Blick folgt den Demonstranten. Viele grinsen breit, einige zeigen den gehobenen Daumen. Vor dem Wahlkreisbüro der CDU nehmen die Atomkraftgegner Aufstellung und lärmen noch einmal kräftig. Vor die Tür tritt der Landtagsabgeordneter Günter Schork. „Biblis kann die ganze Region verseuchen“, „Was wird aus der Asse?“ und „Die Diskussion hört beim AKW auf“, schleudern ihm die Atomkraftgegner entgegen. Seeger ist mit der Demo zufrieden. „Der Zuspruch wächst“, sagt er. ( eda)

„Mal richtig abschalten“ ist das zweideutige Motto der nächsten Aktion am Samstag, 21. August. Mit Liegestühlen und Planschbecken wollen es sich die AKW-Gegner auf dem Marktplatz gemütlich machen.

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