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Am Flughafen Frankfurt. Andreas Arnold
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Am Flughafen Frankfurt. Andreas Arnold

Groß-Gerau

Siedlungsbeschränkungen sollen vor Lärm schützen

  • Lara Feder
    VonLara Feder
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Wie soll man mit dem Fluglärm umgehen? Experten diskutieren über Siedlungsbeschränkungen rund um den Flughafen.

Der Frankfurter Flughafen und seine Auswirkungen auf die Region sind ein Dauerthema. Eine dieser Auswirkungen: Die ständig wachsende Nachfrage nach Wohnraum steht zunehmend im Konflikt mit bestehenden Bauverboten und Siedlungsbeschränkungen.

Um hier Klarheit zu schaffen, hat die kommunale Arbeitsgemeinschaft Flughafen Frankfurt (KAG) nun Fachleute aus den umliegenden Kommunen und Kreisen, Experten, Fachplaner, Politiker sowie Vertreter des Regierungspräsidiums und des Flughafenbetreibers Fraport zusammengerufen und eine Diskussion initiiert.

Ausnahmeregelungen hebeln Verbote aus 

„Funktioniert die Siedlungsbeschränkung als Instrument des Lärmschutzes, und wie verhält es sich zu den Regelungen des Fluglärmschutzgesetzes?“, fragte Walter Astheimer, Vorstandsvorsitzender der KAG, zur Eröffnung. Der Fach- und Raumplaner der Technischen Universität Kaiserslautern, Martin Rumberg, stellte in seinem Vortrag heraus, dass die Verbote flächendeckend mittels Ausnahmegenehmigungen umgangen werden, „was zu erheblichen Verwerfungen und Belastungen durch maximale Nachverdichtung im Innenbereich der Kommunen führt“.

Die Hoffnung, starre Siedlungsbeschränkungen durch die Einführung einer Lärmobergrenze lockern zu können, widerlegte Regine Barth, Fluglärmschutzbeauftragte: „Lärmobergrenze und Siedlungsbeschränkung sind komplementär, nicht alternativ zueinander“. Ähnlich wird Max Conrady zitiert: „Siedlungsbeschränkung ist ein essentieller Bestandteil des vorsorgenden Lärmschutzes, auf den wir nicht verzichten können.“

Die Mehrheit der Teilnehmer teile laut KAG die Einschätzung, dass fachplanerisch nichts für eine restriktive Anwendung der Siedlungsbeschränkung spricht. Man solle eher über die Entwicklung eines flexiblen Managements der Beschränkungen nachdenken.

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