Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kampf um Chefsessel im Kreishaus Groß-Gerau.
+
Kampf um Chefsessel im Kreishaus Groß-Gerau.

Landratswahl

Kreis Groß-Gerau: Thomas Will (SPD) als Landrat wiedergewählt

  • VonMirko Schmid
    schließen
  • Claudia Kabel
    Claudia Kabel
    schließen

Thomas Will braucht nur einen Wahlgang, um als Landrat bestätigt zu werden. CDU-Kandidat Thies Puttnins-von Trotha kann das Ergebnis seiner Partei leicht verbessern.

Update von 05.12.2021, 21.15 Uhr: Thomas Will brauchte nur einen Wahlgang, um zum Landrat des Kreises Groß-Gerau wiedergewählt zu werden. Mit 61,48 Prozent der abgegebenen Stimmen bleibt der SPD-Politiker im Landratsamt. Thies Puttnins-von Trotha (CDU) kam auf 31,93 Prozent. Während Will fast genauso viele Stimmen holte wie 2016 (damals 64,03 Prozent), konnte Thies Puttnins-von Trotha das CDU-Ergebnis im Gegensatz zu seinem Vorgänger Günter Schork (2016 25,31 Prozent) deutlich verbessern. Indes: In die Nähe einer Stichwahl kam auch Puttnins-von Trotha nicht.

Kaum eine Rolle spielten die Kandidatinnen von AfD und Die Partei. AfD-Kandidatin Irmgard Horesnyi konnte mit 3,59 Prozent gerade mal ein gutes halbes Prozent mehr Stimmen auf sich vereinen, als Daniela Zaun, Kandidatin der Satirepartei Die Partei. Zaun hatte im Wahlkampf unter anderem eine Mauer zwischen Mörfelden und Walldorf gefordert.

Kreis Groß-Gerau: Vier Bewerbungen bei Landratswahl

Erstmeldung von 02.12.2021, 17.46 Uhr: Kreis Groß-Gerau – Am kommenden Sonntag, 5. Dezember, sind rund 200 00 Menschen im Kreis Groß-Gerau aufgerufen, einen neuen Landrat beziehungsweise eine neue Landrätin zu wählen. Neben Amtsinhaber Thomas Will (SPD) aus Bischofsheim gibt es drei weitere Bewerbungen um den Chefsessel im Kreishaus: Die CDU schickt den Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg, Thies Puttnins-von Trotha, ins Rennen. Für die AfD tritt an Irmgard Horesnyi, kaufmännische Angestellte aus Rüsselsheim, und die Frührentnerin Daniela Zaun aus Mainz wurde von Die Partei nominiert.

Bewerber und Bewerberinnen

Thomas Will, Jahrgang 1959, wurde in Bischofsheim geboren. Er ist seit seiner Jugend bei der SPD aktiv. Er ist Vorsitzender des Trägervereins Inselhof – Wohnstätte für geistig behinderte Menschen in Königstädten. Seit 2010 ist er Landrat des Kreises Groß-Gerau, 2015 wurde er mit 64 Prozent der Stimmen wiedergewähl.

Thies Puttnins-von Trotha , Jahrgang 1981, stammt aus Bremen (Nordrheinwestfalen) und lebt seit 2012 in Ginsheim-Gustavsburg. Dort gelang es ihm 2015 als CDU-Kandidat erstmals nach 70 Jahren der SPD den Rathaussessel zu entreißen. Im Kreistag ist der ehemalige Kripobeamte Mitglied im Umweltausschuss.

Irmgard Horesnyi, Jahrgang 1962, ist Kaufmännische Angestellte und lebt in Rüsselsheim. Sie ist seit 2013 Mitglied der AfD, seit 2015 Kreisvorsitzende und seit März 2016 Fraktionsvorsitzende im Kreistag Groß-Gerau. Bei der Landtagswahl 2018 trat sie als Direktkandidatin für die AfD an und erhielt 12,1 Prozent der Stimmen.

Daniela Zaun (Künstlername Hannibal), Jahrgang 1992, vertritt als Stadträtin in Mainz die Satirepartei Die Partei. Sie ist außerdem Vorsitzende des Kreisverbands Mainz. Sie lebte drei Jahre lang in Gustavsburg und besitzt die deutsche und die amerikanische Staatsbürgerschaft. Sie ist gelernte Pharmakantin und seit 2017 aufgrund einer chronischen Erkrankung frühverrentet.

Landrat Will zeigt sich tatkräftig, eine dritte Amtszeit zu übernehmen. Nach zwölf Regierungsjahren habe er bereits viel erreicht, doch die Welt habe sich weitergedreht und er habe „viele Ideen“, wie man die Zukunft im Kreis gestalten könnte, schreibt er auf seiner Wahlseite. So will er den Kreis zum Energiehotspot machen, denn alternative Energien seien der Kern im Kampf gegen den Klimawandel. Außerdem plane er weitere Investitionen von 500 Millionen Euro in Schulen und stehe für die Ansiedlung zukunftsfähiger Unternehmen sowie die Transformation bestehender. Bei den Landratswahlen 2015 und 2010 hatte sich Will mit großem Abstand gegen die Mitbewerber:innen von CDU, Piraten und Linke beziehungsweise CDU und Linke durchgesetzt. Seit 1946 stellen die Sozialdemokraten im Kreis den Landrat. Derzeit regiert ein rot-grün-rotes Dreierbündnis.

Groß-Gerau: Kandidatin zur Landratswahl will Mauer zwischen Mörfelden und Walldorf

Ob die CDU mit dem jung-dynamisch wirkenden Puttnins-von Trotha nach dem Wahldebakel bei der vergangenen Bundestagswahl wieder an Auftrieb gewinnen kann, muss sich zeigen. Als Landrat wolle er sich dafür einsetzen, dass der Kreis „der digitalste in Hessen“ wird. Er will zudem um den Erhalt des Stammwerks von Opel kämpfen und die Mobilitätswende auf den Weg bringen. Als Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg habe er bereits Mobilitätsstationen umgesetzt. Auch in Punkto Lärm des Frankfurter Flughafens will der CDU-Mann bei Verhandlungen mit Konzernen „kritisch“ bleiben, wie er schreibt.

Erstmals hat die AfD im Kreis eine Landratskandidatin aufgestellt. Zur Arbeit ihrer Partei sagte Irmgard Horesnyi in einem Kandidaten-Check mit „Gigu to go“: „Wir werden von allen Seiten angefeindet, besonders intensiv im Kreistag“, anscheinend hätten die anderen Parteien „Angst, dass man ihnen die Butter vom Brot“ nehme. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem Verteidigung der Meinungsfreiheit und Erhalt unserer Kultur. Außerdem will Horesnyi die Kreisausgaben und die Grundsteuer senken und sich für den Erhalt der Automobilindustrie und der Arbeitsplätze dort einsetzen.

Frischen Wind bringt die Kandidatin der Partei, Daniela Zaun, in den Wahlkampf. Sie wolle mit dem Landratsgehalt von etwa 10.000 Euro „ihre Rente aufstocken“ schreibt Die Partei. Zudem sei sie mit ihren 1,85 Meter nicht nur die Größte der Bewerber:innen, sondern strebe auch die Quadratur des Kreises an. Eines ihrer Ziele ist die rückhaltlose Genderfizierung der Gemeinden – König*instädten, Wölf*inskehlen. Auch der Bau einer Mauer zwischen Mörfelden und Walldorf steht im Wahlprogramm. (Claudia Kabel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare