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Thomas Will (SPD) mit Frau Carmen (l.) im Landratsamt Groß-Gerau freut sich über den Sieg. Michael Schick
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Thomas Will (SPD) mit Frau Carmen (l.) im Landratsamt Groß-Gerau freut sich über den Sieg. Michael Schick

Kreis Groß-Gerau

Kreis Groß-Gerau: Thomas Will bleibt Landrat

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Thomas Will gewinnt klar gegen drei Gegenkandidatinnen und Kandidaten und bleibt Chef im Kreishaus. Große Enttäuschung herrscht bei der CDU.

Der Landrat des südhessischen Kreises Groß-Gerau, Thomas Will (SPD), kann in seine dritte Amtszeit starten und setzt damit eine seit 1946 währende Tradition von SPD-Landräten fort. Der 62-Jährige wurde am Sonntag bei der Landratswahl mit 61,48 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Sein aussichtsreichster Herausforderer, der Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg Thies Puttnins-von Throta (CDU), erlangte nur 31,93 Prozent und zeigte sich sichtlich enttäuscht. Er und seine Partei hätten mindestens auf eine Stichwahl gehofft, sagte er. Er bereue es aber nicht, dass er dafür sein Bürgermeisteramt aufgegeben hatte. CDU-Politiker Stefan Sauer, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, sagte, man sei nach der Niederlage bei der Bundestagswahl sehr motiviert in den Wahlkampf gestartet und habe mit frischem Personal fest auf eine Stichwahl gehofft. Offenbar habe man die Wähler nicht an die Urnen bringen können. Zudem setze sich der Bundestrend gegen die CDU weiter fort.

Die Kandidatin der AfD, Irmgard Horesnyi, erreichte 3,59 Prozent, Daniela Zaun von die Partei kam auf 3,0 Prozent. Zaun und ihre Mitstreitenden von der Satirepartei äußerten ihre Begeisterung darüber, dass es gelungen sei, mehrere Kommunen „entnazifiziert“ zu haben, indem Zaun ein besseres Ergebnis eingefahren habe, als die AfD-Mitbewerberin.

„Die Wahl war eine Bestätigung der Ergebnisse der Kommunalwahl“, sagte Will, der sich sichtlich erleichtert zeigte, dass das Superwahljahr nun einen für ihn krönenden Abschluss nahm. Es sei eine Bestätigung nicht nur seiner Person, sondern der Arbeit seines ganzen Teams. Man habe erfolgreich Akzente gesetzt, etwa in der Corona-Pandemie mit dem Test-Drive-In, der Einführung von Lolli-Tests oder dem Umbau der Kreisklinik zum Intersektoralen Gesundheitszentrum. So ließ man denn auch noch die Kronkorken im Landratsamt knallen während die CDU und die Partei bereits gegangen waren.

Die AfD-Kandidatin, deren Ergebnis unter den 7,5 Prozent lag, die die AfD bei der Kommunalwahl holte, sagte der FR, der Fokus ihrer Wähler liege offenbar nicht so sehr auf dem Kommunalen. Hier müsse man noch dran arbeiten, dass man auch mit einer Landratswahl ein Zeichen setzen könne. Es sei auch wenig inspirierend, wenn schon vor der Wahl davon ausgegangen werde, dass die AfD sowieso keine Chancen habe, das Amt des Landrats zu erreichen. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,19 Prozent.

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