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Auch im Main-Taunus-Kreis, etwa in Eppstein Bremthal, gibt es Ärger wegen Ultranet.
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Auch im Main-Taunus-Kreis, etwa in Eppstein Bremthal, gibt es Ärger wegen Ultranet.

Groß-Gerau

Kreis Groß-Gerau: Angst vor neuer Stromtrasse

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Ein überparteiliches Bündnis fordert die Einhaltung von Mindestabständen zu Wohnhäusern. Die neue Stromtrasse Ultranet soll Strom von Nord- nach Süddeutschland transportieren.

Die geplante Stromtrasse Ultranet, die von Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg führen soll, um Überschüsse aus den Windkraftanlagen in Norddeutschland in den Süden zu transportieren, sorgt im Kreis Groß-Gerau für Unruhe.

Grund ist, dass der Mindestabstand von 400 Metern zu Wohnhäusern stellenweise nicht eingehalten werden soll. Dies geht aus der Mitteilung eines überparteilichen Bündnisses hervor, dem auch der Landrat des Kreises Groß-Gerau, Thomas Will (SPD), und der rechtspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerald Kummer, angehören.

Betroffen von der Planung des Übertragungsnetzbetreibers Amprion seien Teile von Wallerstädten, Dornheim, Wolfskehlen, die Bischofsheimer Böcklersiedlung, die Rüsselsheimer Böllenseesiedlung und der Groß-Gerauer Stadtteil Auf Esch. Für die Leitung soll im Kreis Groß-Gerau eine bereits bestehende Wechselstromtrasse durch eine Gleichstromtrasse ergänzt werden.

„Der Argumentation von Amprion, dass es sich um Bestandstrassen handele und daher die Abstandsregel nicht gelte, muss entschieden widersprochen werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung des Bündnisses. Es sei nicht nachvollziehbar, wieso dieser Aspekt nur bei Neutrassen eingehalten werden sollte und bei Bestands-trassen entfallen könne. Eine bestehende Wechselstromtrasse sei etwas anderes als eine neu planfestzustellende Gleichstromleitung. Dass beide sich künftig auf denselben Strommasten befänden, mache sie nicht zu einer Trasse.

Das Bündnis fordert deshalb, dass die neue Gleichstromleitung den Mindestabstand zu Wohngebieten einhalten muss. Die bestehende Wechselstromtrasse müsse gegebenenfalls verschwenkt werden. Wo dies oberirdisch nicht möglich sei, sei eine Erdverkabelung erforderlich, um die Bevölkerung zu schützen. Nur so lasse sich vermeiden, dass neue, zusätzliche Belastungen auf die Menschen zukommen, und bestehende Belastungen könnten reduziert werden. „Wir brauchen eine gesellschaftliche Akzeptanz für das Projekt, sonst kriegen wir die Energiewende nicht hin“, sagte Landrat Will der Frankfurter Rundschau.

Ultranet kann laut Amprion 2000 Megawatt elektrische Leistung auf der 340 Kilometer langen Leitung übertragen. 2026 soll die Gleichstromverbindung in Betrieb gehen.

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