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Ein Notarzt, Rettungssanitäter und die Polizei eilten am Dienstagabend zum Tatort in Groß-Gerau.
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Ein Notarzt, Rettungssanitäter und die Polizei eilten am Dienstagabend zum Tatort in Groß-Gerau.

Groß-Gerau

Groß-Gerau: Tödlicher Querschläger aus einer Polizeiwaffe

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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In Groß-Gerau wollen Polizisten nach einer blutigen Messerattacke mit vier Verletzten einen 39-Jährigen festnehmen. Dabei fallen Schüsse und der Mann stirbt. Nun liegt das Ergebnis der Obduktion vor.

Update vom Freitag, 27.08.2021, 15.35 Uhr: Groß-Gerau - Nach der Obduktion des Leichnams eines 39-Jährigen steht fest: Der Mann, der am Dienstagabend im Verlauf eines Polizeieinsatzes in Groß-Gerau gestorben ist, wurde von fünf Kugeln getroffen. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, dem Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, trafen vier Schüsse den Mann an Armen, Beinen und am Fuß. Ein „Querschläger“ sei vom rechten Oberarm in die Brust abgeprallt und habe den Mann letztlich getötet.

Groß-Gerau: Landeskriminalamt untersucht Dienstwaffen

Der 39-Jährige hatte zuvor seine Frau, seine Mutter und zwei Nachbarn mit einem Messer zum Teil erheblich verletzt. Entgegen einem ersten Bericht der Polizei gab es zuvor offenbar keinen Familienstreit. Der Mann sei vor der Tat auch noch nie als Gewalttäter aufgefallen, sagte Oberstaatsanwalt Hartmann. Möglicherweise sei die Tat auf eine psychische Erkrankung des Mannes zurückzuführen.

Unklar sei bislang noch, wie viele der eingesetzten Polizisten Schüsse abgegeben hätten. Derzeit würden die Dienstwaffen von hessischen Landeskriminalamt untersucht. Wegen der laufenden Ermittlungen hätten sich die Beamten bislang nicht zu dem Fall geäußert.

Groß-Gerau: Polizei erschießt Mann nach Messerattacke

Erstmeldung vom Mittwoch, 25.08.2021, 19:19 Uhr: In Groß-Gerau ist in der Nacht zum Mittwoch ein Familienstreit eskaliert. Am Ende der brutalen und blutigen Auseinandersetzung, bei der auch Nachbarn zwei Frauen zu Hilfe eilten, wurde ein 39-Jähriger von der Polizei erschossen. Der Mann hatte zuvor seine 40-jährige Frau, seine 66 Jahre alte Mutter sowie zwei 46 und 43 Jahre alte Nachbarn mit einem Messer zum Teil erheblich verletzt, teilte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, der Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, am Mittwoch mit.

Nach Angaben Hartmanns hatte der Mann zunächst seine Frau und seine Mutter angegriffen. Als die Ehefrau dann aus der Wohnung an der Reichenberger Straße geflüchtet sei, soll der 39-Jährige hinter ihr hergerannt sein und sowohl sie als auch die beiden zu Hilfe eilenden Nachbarn mit dem Messer verletzt haben.

Groß-Gerau: Hintergründe des tödlichen Messerangriffs unklar

Als die alarmierte Polizeistreifenbesatzung am Tatort im Norden von Groß-Gerau eintraf, sei es beim Versuch, den Mann festzunehmen, zum „Schusswaffengebrauch gegen einen Tatverdächtigen“ gekommen, hatte am späten Dienstagabend Ralph Löhnert, der beim Polizeipräsidium Südhessen diensthabende Polizeiführer vom Dienst mitgeteilt. Der schwer verletzte Mann sei dann noch während der Versorgung durch einen Notarzt gestorben.

Die Hintergründe der Auseinandersetzung waren zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden übernahmen die Ermittlungen in dem Fall. Für die Spurensicherungsarbeiten musste der Bereich um den Tatort weiträumig abgesperrt werden.

Das Landeskriminalamt will nun ermitteln, wer den Schuss oder die Schüsse abgegeben hat und wie oft geschossen wurde. Aus diesem Grund, so berichtete Oberstaatsanwalt Hartmann, seien auch die Dienstwaffen der beiden Polizisten sichergestellt worden. Zudem soll der Leichnam des getöteten Mannes obduziert werden. Weitere Angaben wollten die Ermittler zunächst nicht machen. (Jens Joachim mit dpa)

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