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Die Polizei in Südhessen registriert eine wachsende Zahl an Übergriffen auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste (Symbolbild).

Groß-Gerau

Groß-Gerau: 19-Jähriger schlägt Polizisten Faust ins Gesicht

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Sanitäter und Polizisten sind bei einem nächtlichen Einsatz attackiert und verletzt worden.

Gerade erst hat das Polizeipräsidium Südhessen in seiner polizeilichen Jahresstatistik die zunehmende Gewalt gegen Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute im Einsatz beklagt (FR vom 29. Februar). Im Jahr 2019 hatte die Behörde allein in Südhessen Angriffe auf insgesamt 328 Polizisten, 15 Rettungskräfte und drei Feuerwehrleute registriert. Am Montag meldete die Groß-Gerauer Polizei einen neuen Fall von Aggression.

Weil ein 45 Jahre alter Mann am Samstagabend gegen 21.50 Uhr in der Groß-Gerauer Hauptstraße über Atemprobleme klagte, wurde der Rettungsdienst alarmiert. Die Besatzung des Rettungswagens sei jedoch am Einsatzort von mehreren Personen äußerst aggressiv empfangen worden, berichtet die Polizei.

Vor allem ein 19-Jähriger tat sich dabei besonders hervor. Er behinderte die Rettungsassistenten bei der Versorgung des Mannes und ignorierte auch die Aufforderungen der inzwischen dazugekommenen Polizei, dies zu unterlassen.

Schließlich versuchten die Polizisten, den jungen Mann vom Einsatzort wegzuziehen. Daraufhin schlug dieser einem Polizisten die Faust ins Gesicht und zog den Beamten zudem an den Haaren. Der 19-Jährige wurde trotzdem überwältigt. Hierbei setzte die Polizei auch Pfefferspray ein. Er wurde festgenommen und musste die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Ein Atemalkoholtest zeigte 1,9 Promille an, außerdem hatte er nach eigenen Angaben Cannabis konsumiert.

Den Mann erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der leicht verletzte Polizist konnte seinen Dienst trotz der erlittenen Blessuren fortsetzen. 

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