Kreis Groß-Gerau

Emissionsfreier Verkehr

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Die Busflotte im Kreis Groß-Gerau soll mit 22 Brennstoffzellenbussen aufgestockt werden. Dies ist Teil einer nachhaltige Umstellungsstrategie.

Das ÖPNV-Angebot im Kreis Groß-Gerau soll künftig mit emissionsfreien Antrieben ausgebaut werden. Das hat Landrat Thomas Will (SPD) gestern bei einem Pressegespräch mitgeteilt. Dieses Ziel hat der Kreis Groß-Gerau für die weitere Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in den nächsten Jahren vorgegeben.

Dazu hat die Lokale Nahverkehrsgesellschaft mbH Kreis Groß-Gerau (LNVG) einen Masterplan entwickelt. Demnach wird empfohlen, die Dieselbusflotte auf Brennstoffzellenbusse umzustellen. Denn die Brennstoffzelle weise als einzige Technologie die für eine Umstellung entscheidenden Parameter Emissionsfreiheit, Flexibilität und Reichweite auf. Zudem biete diese die „betriebswirtschaftlich attraktivste Option“.

Landrat Thomas Will, Erster Kreisbeigeordneter Walter Ast-heimer (Grüne) und LNVG-Geschäftsführer Christian Sommer stellten gestern vor, dass derzeit eine nachhaltige Umstellungsstrategie erarbeitet werde mit dem Ziel, bis spätestens zum Jahr 2030 eine emissionsfreie Busflotte aufzubauen.

In einem ersten Schritt sollen im laufenden Jahr 22 Busse bestellt werden. Der sukzessive fahrplanmäßige Einsatz dieser Fahrzeuge ist ab dem Jahr 2022 vorgesehen. Zuvor müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen sowie der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur zur Versorgung der Busflotte entwickelt werden. Der Zeitraum 2020/21 ist für eine Pilotphase mit zwei Brennstoffzellenbussen vorgesehen.

Durch die Umstellung der Dieselbusse auf Brennstoffzellenbusse können in den Jahren bis 2024 laut Mitteilung bereits rund 1,2 Millionen Liter Diesel und etwa 3160 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. 

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