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Büttelborn: Biber am Landgraben „machen Probleme“

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Von: Claudia Kabel

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Biber haben sich bei Büttelborn angesiedelt (Symbolbild).
Biber haben sich bei Büttelborn angesiedelt (Symbolbild). © Terry Wilson / istockphoto

Weil Landwirte nasse Wiesen um den Landgraben beklagen, schreiten jetzt die Behörden ein. Ein Biberdamm müsse verkleinert werden.

Weil durch zwei Biberdämme am Landgraben bei Büttelborn (Kreis Groß-Gerau) das Wasser zu hoch gestaut wird, greift jetzt die Behörde ein. Wie der Kreis Groß-Gerau am Montag mitteilte, müsste in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde „eine erste kleine Maßnahme am zweiten Damm“ vorgenommen werden.

Dabei soll von Hand ein Teil des Damms abgetragen werden, um die Höhe zu reduzieren. Dadurch werde ein geringerer Aufstau erreicht, was den Grundwasserspiegel in der Nähe und den Wasserspiegel in den mit dem Landgraben verbundenen Gräben senke. Laut Mitteilung des Kreises war es „nur eine Frage der Zeit, bis die Aktivitäten des Bibers zu Problemen führen“. Durch den Damm werde das Wasser aufgestaut, und durch den Rückhalt in der Fläche könne es zu Überschwemmungen kommen. Mehrere Landwirte hätten sich über durchnässte Wiesen beklagt.

Durch die Lage von Büttelborn in einer Senke machen sich laut Kreis selbst geringste Aufstauungen bemerkbar. Bei kurzen heftigen Niederschlägen werde der Wasserstand im Landgraben zu hoch, dies führe zu Vernässungen.

Bereits im Sommer 2020 hatte sich ein Biber an der blauen Brücke in Höhe der Büttelborner Moorlöcher angesiedelt und einen Damm gebaut. Dies tun die streng geschützten Tiere, wenn der Wasserstand in den Gewässern zu niedrig ist, denn der Eingang ihrer Behausung muss unter Wasser liegen. Ein Jahr später war ein zweiter Biberdamm hinzugekommen.

Laut Bibermanager Ulrich Götz-Heimberger vom RP Darmstadt soll die Maßnahme im Winter durchgeführt werden, damit der Biber nicht in einer empfindlichen Phase gestört wird. Ansonsten könne es passieren, dass er seine Bauaktivitäten verstärkt und noch höhere Dämme aufschichtet.

Zudem soll sein Lebensraum erhalten bleiben, betont Elke Grimm, Leiterin des Fachdienstes Natur-, Wasser- und Bodenschutz des Kreises Groß-Gerau. cka

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