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Groß-Gerau

Alltag der Geflüchteten

  • VonDiana Unkart
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Das Soziale Netz Trebur hat eine Ausstellung konzipiert, die zeigt, wie Flüchtlinge in der Kommune leben.

Sie haben ihre Rechte verloren, Gewalt erlebt, vermissen ihre zerstörte Heimat. Und sie wollen hier arbeiten, eine Ausbildung machen – in Frieden leben. Das „Soziale Netz Trebur“ hat auf zwölf Schautafeln Ankunft, Alltag und Aufbruch der Geflüchteten in der Gemeinde Trebur dokumentiert. Die Ausstellung, entstanden unter Federführung von Kristine Nadler, ist bis zum 2. Februar im Foyer der Kreisverwaltung in Groß-Gerau zu sehen.

Vertreter von Diakonie und Caritas hatten 2014 das „Soziale Netz Trebur“ um Hilfe bei der Betreuung der Geflüchteten gebeten. „Seitdem kümmern wir uns um die Menschen, geben Deutschunterricht, helfen beim Ausfüllen von Formularen und bei Behördengängen, gehen mit, wenn die Kinder eingeschult werden“, berichtet Kristine Nadler.

Thema der Schau ist die oft lebensgefährliche Flucht nach Europa ebenso wie das alltägliche Leben der Zugezogenen in Trebur, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Breiten Raum nehmen Texte ein. „Um Vorurteile auszuräumen, erklären wir, welche Leistungen den Asylbewerbern zustehen, wer wie viel Geld bekommt, wie viele Geflüchtete in Trebur und im Kreis Groß-Gerau leben“, erzählt Nadler. Die Ausstellung, ergänzt Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer, vermittele ein realistisches Bild vom Leben der Geflüchteten in Trebur. Exemplarisch könne man Familiengeschichten nachvollziehen. „Es ist ein tolle Idee, die Geflüchteten, über die viele oft abschätzig reden, persönlich vorzustellen und deren Lebenswirklichkeit abzubilden.“

Astheimer verweist auf einen Betrag in Höhe von drei Millionen Euro, die der Kreis den Kommunen in diesem Jahr für Integrationsleistungen zur Verfügung stellt – drei Viertel davon seien für die Personalkosten in der Sozialbetreuung vorgesehen.

„Integration kann nicht vom Staat allein gestaltet werden. Die Ausstellung macht deutlich, dass Integration ein Prozess ist, an dem sich möglichst viele Menschen beteiligen sollten“, sagt der Kreisbeigeordnete. diu

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr zu besichtigen.

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