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Weiter zahlungsfähig: Kreisklinik Groß-Gerau. 

Kreis Groß-Gerau

Groß-Gerau: Ton in Debatte um Kreisklinik wird rauer

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Die rot-grün-rote Koalition im Kreis Groß-Gerau weist den Verdacht der Insolvenzverschleppung zurück. Die CDU solle zu Sacharbeit zurückkehren.

Als „populistisch, unverantwortlich und unhaltbar“ hat die rot-grün-rote Koalition des Kreises Groß-Gerau Äußerungen der CDU in der Debatte um die Zukunft der defizitären Kreisklinik zurückgewiesen. Die CDU erwähnte eine angebliche Insolvenzverschleppung durch Landrat Thomas Will (SPD).

„Bis jetzt ist die Klinik weder überschuldet noch zahlungsunfähig. Und demzufolge liegt derzeit weder eine Insolvenz noch eine Insolvenzverschleppung vor“, äußerte der Sprecher der Grünen, Franz Urhahn, in einer Mitteilung der Koalition. Zudem sei Insolvenzverschleppung ein Straftatbestand.

CDU-Fraktionschef Mario A. Bach und Kreisverbandsvorsitzender Stefan Sauer hatten vergangene Woche gefordert, mit Blick auf die zurückliegende Finanzsituation und die aktuelle Leistungsfähigkeit der Klinik sei „die Insolvenzverschleppung durch Landrat Thomas Will zu prüfen“.

Die Koalition forderte die CDU auf, zur Sacharbeit zurückzukehren. Die Koalition werde im Interesse der Patienten und Beschäftigten alle Maßnahmen unterstützen, dass der geplante und erforderliche Neustart der Klinik gelingt. Über das Konzept zur Umstrukturierung der Klinik in ein Intersektorales Versorgungszentrum wird der Kreistag am 9. Dezember abstimmen.  

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