Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gross-Gerau

Fruchtloser Appell der Eltern

Der Bildungsausschuss hat sich mit dem Entwurf des Schulentwicklungsplans befasst. Streit gab es um die Groß-Gerauer Astrid-Lindgren-Sprachheilschule (ALS).

Der Bildungsausschuss des Kreistags hat den Entwurf des Schulentwicklungsplans kontrovers diskutiert. Heike Herbert, stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende der Groß-Gerauer Astrid-Lindgren-Sprachheilschule (ALS), appellierte an die Mitglieder des Bildungsausschusses, davon abzurücken, die fünften und sechsten Klassen der ALS abzubauen. Dies sieht der Schulentwicklungsplan 2016 vor.

Herbert äußerte die Befürchtung, dass Kinder mit Sprachbeeinträchtigungen an einer Regelschule nicht Fuß fassen. Die Teilnahme an inklusivem Unterricht sei für ALS-Schüler künftig nur noch nach der vierten Klasse möglich, da weiterführende Sprachheilschulen erst ab Jahrgangsstufe sieben einsetzen.

Landrat Thomas Will (SPD) wies darauf hin, dass die Mittelstufe der Sprachheilschule nicht bis 2018/19 abgebaut werden soll, sondern erst bis 2019/20. Diese Frist ergebe sich aus dem Entwurf des Kooperationsvertrags über die Modellregion „Inklusive Bildung im Kreis Groß-Gerau“. Darin will sich das Land Hessen verpflichten, in den nächsten fünf Jahren die eigentlich wegfallenden Lehrerstellen an den Förderschulen in der Region zu belassen.

„Im Zuge des wachsenden Interesses von Eltern an inklusivem Unterricht für ihre Kinder sinkt die Zahl der Kinder, die an Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet werden“, so der Kreisausschuss. Weniger Schüler bedeute weniger Lehrerstunden. Diese fielen zurück ans Land, das sie dann verteile. Der Bildungsausschuss befürwortete die Beschlussvorlage mit den Stimmen von SPD und Grünen, die CDU votierte dagegen, FDP/FW und Linke/Offene Liste enthielt sich.

Die Fristverlängerung ist für die ALS-Elternschaft kein Trost. Enttäuscht verließ sie das Landratsamt nach der eineinhalbstündigen Sitzung. (dirk)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare