Mörfelden-Walldorf

Erstmals Freie Wähler

Erstmals treten bei der Kommunalwahl in Mörfelden-Walldorf die Freien Wähler an. Die Liste spricht sich für einen politischen Kulturwandel aus.

Die Freien Wähler in Mörfelden-Walldorf wollen bei der Kommunalwahl, bei der sie erstmals antreten, für einen politischen Kulturwandel werben. Das erklärt Vorsitzender Burkhard Ziegler. Die Freien Wähler sprächen sich gegen Fraktionszwang aus und wollten sinnvolle Politik anderer Parteien unterstützen, statt sie aus Prinzip zu boykottieren. Entscheidungen seien häufig parteipolitisch und ideologisch geprägt, kritisiert Ziegler.

In ihrem Wahlprogramm regen die Freien Wähler an, Rathäuser, Feuerwehren und Bauhof an einem zentralen, zwischen den Stadtteilen gelegenen Platz an der Bertha-von-Suttner-Schule zusammenzuführen. So könne in den Innenstadtlagen auch Raum für Wohnbebauung geschaffen werden. Zugleich sprechen sich die Freien Wähler unter anderem für attraktivere Innenstädte aus. Eine Möglichkeit sei eine gemeinsame Online-Plattform für Einzelhändler. Außerdem fordern die Freien Wähler eine stärkere Präsenz von Ordnungshütern an Brennpunkten wie dem Tizianplatz. In den Innenstädten wollen sie keine Spielhallen und Wettbüros mehr erlauben.

Beim Thema Lärm müssten sämtliche Belastungen wie Straße, Bahn und Flugverkehr ernstgenommen werden. Beim Schwerlastverkehr gelte es, diesen durch eine „geeignete Umgehung“ aus Mörfelden herauszubekommen. Bei der Gesundheitsversorgung müsse auf die sich abzeichnende Ärzte-Lücke rechtzeitig reagiert werden, so Ziegler.

Den Posten des Ersten Stadtrats wollen die Freien Wähler nicht wieder besetzen, in der Verwaltung sprechen sie sich für die Zusammenlegung von Ämtern aus. (mz)

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