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Dennis Grieser von den Grünen bleibt weitere sechs Jahre als Bürgermeister im Amt.

Bürgermeister von Rüsselsheim

Zweite Amtszeit für Dennis Grieser

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Der Rüsselsheimer Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) wird im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Etwas mehr als eine Stunde nach Beginn der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung löste sich am Donnerstagabend die angespannte Stimmung im Ratssaal des Rüsselsheimer Rathauses: Beifall brandete auf, als um kurz nach 19 Uhr Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode (SPD) in seiner Funktion als Vorsitzender des Wahlvorstands schon nach dem ersten Wahlgang mitteilte, dass bei der „Wahl einer Bürgermeisterin/eines Bürgermeisters“ für Dennis Grieser 24°Stimmen abgegeben worden seien. Somit bleibt der 39-jährige Amtsinhaber von den Grünen auch die nächsten sechs Jahre Stellvertreter von Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos). 

Bei der geheimen Wahl wurden 44 Stimmen abgegeben. Auf den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden und stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Weber entfielen 13°Stimmen. Die dritte Bewerberin, die Berufsschullehrerin und ehrenamtliche Stadträtin Anja Eckhardt von der Wählervereinigung „Wir sind Rüsselsheim“ (WsR) erhielt sieben Stimmen. Von den 45°Stadtverordneten fehlte ein Stadtverordneter aus den Reihen der CDU.

Kurz nach Beginn der Sitzung hatte Christian Vogt (Grüne) in seiner Funktion als Vorsitzender des Wahlvorbereitungsausschusses mitgeteilt, dass sich auf eine Ausschreibung der nach Besoldungsgruppe B4 (7775 Euro monatlich) dotierten Stelle zwölf Personen beworben hätten. Ein Bewerber sei nicht zugelassen worden, weil er seine Bewerbung – entgegen der Aufforderung in der Ausschreibung – nur in digitaler Form eingereicht habe. Vogt zufolge seien vom Ausschuss dann am 5. November „die öffentlich bekannten Kandidaten“ zur Wahl vorgeschlagen worden. Warum sich die anderen Bewerber nicht den Stadtverordneten zur Wahl stellen durften, wurde nicht gesagt. 

In ihren Vorstellungsreden sprachen sich Eckhardt und Weber „für einen Neuanfang“ aus. Ein „Weiter so!“ dürfe es nicht geben. Weber sagte, weil Griesers vorzeitige Wiederwahl Mitte Mai im Stadtparlament gescheitert sei, sei ihm von der Mehrheit der Stadtverordneten „das Vertrauen entzogen worden“. Allerdings bekam Grieser nun zwei Stimmen mehr als das Bündnis aus SPD, Grünen und Die Linke/Liste Solidarität. Von den 45 Sitzen im Stadtparlament besetzt die CDU 13, die SPD 12, die Wählervereinigung WsR – nach dem Übertritt eines Stadtverordneten zu den Linken – ebenso fünf wie die Grünen und Die Linke/Liste Solidarität. Zwei Sitze hat die FDP, zwei weitere die Fraktion Freie Wähler Rüsselsheim/Forum Neues Rüsselsheim. Und es gibt noch einen fraktionslosen Stadtverordneten.

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