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Der zweijährige Danilo bekommt beim Spielen bald noch jüngere Gesellschaft.
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Der zweijährige Danilo bekommt beim Spielen bald noch jüngere Gesellschaft.

Groß-Gerau

Erste Schritte ohne Mama

Die Kindertagesstätte Mühlbach baut ihr Angebot für Unter-Dreijährige aus: Im März werden die ersten Einjährigen aufgenommen. Die Vorschulkinder wechseln dafür in eine andere Einrichtung.

Danilo ist zwei Jahre alt und macht in der Kindertagesstätte Mühlbach erste Schritte ohne Mama. Er gehört zu den vier Zweijährigen, die seit September 2010 im Kindergarten betreut werden. Die Integration der unter Dreijährigen ist Teil eines Umstrukturierungsprozesses, in dem sich die Kita Mühlbach und das Kinderdorf Fabrikstraße zum Domizil der Kleinsten unter den Kleinen mausern.

„Wir haben an unserem Standort Groß-Gerau Mitte zunehmende Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren beobachtet“ sagt Kita-Leiterin Tanja Kessler. Damit ist sie dann an Thomas Krambeer vom Amt für Familie und Soziales herangetreten. Gemeinsam sei im Austausch mit den Pädagoginnen des Kinderdorfs, wo Drei- bis Zwölfjährige betreut werden, ein übergreifendes Konzept erarbeitet worden.

Bislang besuchen 40 Kinder die Kita Mühlbach. „Im März nehmen wir die ersten Einjährigen auf“, sagt Kessler. Zum Sommer verlassen viele dann fünf- und sechsjährige Vorschulkinder den Kindergarten, so entsteht Platz für den ganz jungen Nachwuchs. Das Konzept der U?3-Betreuung wird damit bis September schrittweise ausgebaut. „Insgesamt wird die Anzahl der Kinder von 40 auf 28 reduziert, um der Betreuung der Kleinsten gerecht zu werden. Wir werden fünf Einjährige, elf Zweijährige sowie zwölf Drei- bis Vierjährige betreuen.“

Die künftigen Fünf- und Sechsjährigen wechseln in die Kita Fabrikstraße, in der 80 Kinder betreut werden. „Das neue Konzept setzt eine enge Kooperation der Einrichtungen voraus“, sagt Leiterin Elke Wesp-Kaiwi. Trotz der Größe beschreibt sie die Einrichtungen als familiär, dieser Charakter soll nun übergreifend wirken. „Sie bilden ein Tandem“, fasst Thomas Krambeer die Kooperation zusammen. „Beide Einrichtungen liegen in der verkehrsberuhigten Zone, was den Austausch sowie Besuche vereinfacht.“

Wickeltisch steht schon bereit

Die Pädagoginnen bestätigen: „Die Kinder beider Einrichtungen werden intensiver in Kontakt treten. Oft haben Schulkinder Freude daran, Ein- und Zweijährige beim Spiel zu begleiten.“ Dies sei auch im gesellschaftlichen Zusammenhang als förderlich anzusehen, da immer weniger Kinder mit Geschwistern aufwachsen. Gespannt sehen die Leiterinnen und ihre Teams nun der Übergangsphase zur Realisierung des neuen Konzepts entgegen.

Die Veränderung für die Kindertagesstätte Mühlbach wird auch bei den Öffnungszeiten deutlich: Die Betreuung ist künftig durchgehend von 7 bis 17 Uhr möglich, auch ein Mittagessen wird angeboten. Es wird im Kinderdorf Fabrikstraße von zwei Hauswirtschafterinnen frisch gekocht und in Wärmebehältern zu den Kindern der Kita Mühlbach gebracht.

Tanja Kessler erzählt, dass ihr Team eine Fortbildung zur U-3-Betreuung gemacht hat. „Wir haben uns auch in regionalen Krippen freier Trägerschaft umgesehen. Zudem nehmen wir jetzt an einer weiteren Qualifikation teil“, sagt sie.

Die Kommunikation mit Kleinkindern will gelernt sein. Bedürfnisse zu erkennen, hat hierbei eine andere Gewichtung. Stärker als bisher fallen auch pflegerische Arbeiten an – der Wickeltisch steht schon bereit. (lot)

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