Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kita-Kinder (Symbolfoto).
+
Kita-Kinder (Symbolfoto).

Kinder in Rüsselsheim

Eltern sollen nicht für Betreuung zahlen

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
    schließen

Die Stadt Rüsselsheim will mit Unterstützung des Landes Hessen Familien entlasten. Eltern sollen ab August nicht mehr für die Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesstätten zahlen.

Eltern in Rüsselsheim sollen für die Betreuung ihrer drei bis sechs Jahre alten Kinder in den städtischen Kindertagesstätten vom 1. August an keine Gebühren mehr zahlen. Einer entsprechenden Vorlage hat der Magistrat zugestimmt, teilte Bürgermeister Dennis Grieser (Grüne) am Mittwoch mit. 

In den nächsten Wochen werden sich die städtischen Gremien mit dem Magistratsbeschluss beschäftigen. Am 21. Juni soll dann die Stadtverordnetenversammlung abschließend entscheiden. Mit einem entsprechenden Beschluss könnte noch rechtzeitig ein Antrag um Fördermittel des Landes beim zuständigen Regierungspräsidium Kassel gestellt werden.

An der Satzung und den verschiedenen Betreuungszeiten soll sich nach Angaben der Stadt vorerst nichts ändern. Allerdings soll die Satzung in den nächsten Monaten überarbeitet werden. 

Laut der Vorlage soll der Magistrat von den Stadtverordneten beauftragt werden, mit den freien und konfessionellen Trägern von Kindertagesstätten entsprechende Verhandlungen zu führen, um eine vollständige Beitragsfreistellung bei allen Betreuungsformen, mindestens jedoch eine beitragsfreie Betreuungszeit von bis zu sechs Stunden zu erreichen. 

Bürgermeister Grieser sagte, Absicht sei es, mit Unterstützung des Landes die Eltern von Kleinkindern finanziell zu entlasten. Auf diese Weise werde die Chancengleichheit gefördert und würden bürokratische Regelungen abgebaut. 

Bereits Ende 2006 hatten die Stadtverordneten beschlossen, das Bambini-Programm des Landes zur Gebührenbefreiung für Eltern von Kindergartenkindern im Jahr vor der Einschulung im Rahmen der Vormittagsbetreuung zu nutzen. Im Dezember vorigen Jahres wurde der Magistrat dann vom Stadtparlament beauftragt, dass sich die Stadt am Programm „Beitragsfreiheit Kindertagesstätten für Drei- bis Sechsjährige“ beteiligen soll.

Weil die Stadt nach heutigem Stand für die Vormittagsbetreuung ohne Mittagstisch 62 Euro, für die Betreuung mit Mittagstisch 79 Euro und für die Ganztagsbetreuung 99 Euro von den Eltern verlangt, das Land aber künftig für alle drei Betreuungsformen je Kind 135,60 Euro überweisen würde, könnte die Kommune mit ihren 1840 Betreuungsplätzen einen Überschuss von rund 1,2 Millionen Euro verbuchen. Auf diese Weise wäre es nach Angaben von Bürgermeister Grieser möglich, das Defizit im Bereich Kindertagesbetreuung zu verringern. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare