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Die Hand des Logos für Demokratie ist bunt.

Kreis Gross-Gerau

Gegen Hass und Ressentiments

Im Kreis Groß-Gerau hat sich das Kreisnetzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus formiert. Vor dem Hintergrund des Anschlags gegen das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ vom 7. Januar hatte die Gründung an Brisanz gewonnen.

Gut 100 Vertreter von Initiativen, Politik, Kirchen und Kommunen haben am ersten Treffen des Kreisnetzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus teilgenommen. „Politik und Zivilgesellschaft müssen wachsam sein. Was der Kreis Groß-Gerau nicht akzeptiert, sind Rassismus und Rechtsextremismus, Antisemitismus und islamischen Terror“, unterstrich Landrat Thomas Will (SPD) am Donnerstag im Landratsamt.

Vor dem Hintergrund des Anschlags gegen das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ vom 7. Januar hatte die Gründung an Brisanz gewonnen. Prävention sei dabei das Wichtigste, führte Thomas Will aus. Damit Vorurteile, Ressentiments und Hass keine Chance haben, müsse dafür gesorgt sein, „dass niemand der Gesellschaft den Rücken zukehrt“.

Will sagte, dass Integrationsprozesse mühsam sind. „Da ist nichts schönzureden. Das Netzwerk möchte informieren und aufklären. Unser Ziel lautet: Alle Menschen sollen sich mit Respekt und Wertschätzung begegnen. Wir dürfen unsere Kinder nicht ethnischen, radikalreligiösen oder politisch verbohrten Rattenfängern überlassen.“

Keine Chance für Vorurteile

Das Netzwerk möchte daher informieren und aufklären. Der Integrationsbeauftragte des Kreises, Sedat Cakir, stellte das Logo des Kreisnetzwerks vor – eine bunte Hand, umrahmt vom Schriftzug „Zur Stärkung von Demokratie und aktivem Einsatz“.

Im „Netzwerk Aktiv“ sollen die Projekte entwickelt werden, so Cakir, wobei die im Landratsamt installierte Wanderausstellung „Mensch, du hast Recht(e)“ den Anfang macht. Geplant sind für 2015 eine Informationsveranstaltung der Polizei, ein Runder Tisch von Ausländerbeiräten und Migrantenvereinen, ein Themenabend zu Rechtsextremismus in Europa sowie die Präsentation einer Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Der beispielhaften Darlegung der Aktivitäten des Offenbacher Netzwerks „Bunt statt braun“ ging eine Präsentation der Aktivitäten des Groß-Gerauer Aktionsbündnisses gegen Rechtsextremismus voraus. Mitorganisator Jochen Auer vom DGB Groß-Gerau erinnerte an die Gründung im Februar 2014. Heute gehören gut 40 Personen sowie 25 Initiativen dazu.

Informationen zum Netzwerk gibt es unter Telefon 06152 / 989517 oder netzwerk-demokratie@kreisgg.de. (lot)

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