Rüsselsheim

Volker Bouffier zu Gast in Rüsselsheim

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sieht den Hessentag als Chance für die Stadt Rüsselsheim. Er werde in der Kommune ein neues „Wir-Gefühl“ schaffen.

War es richtig, den Hessentag 2017 an die Stadt Rüsselsheim zu vergeben? Wer Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) fragt, der bekommt eine eindeutige Antwort: „Es war ohne jeden Zweifel genau die richtige Entscheidung. Rüsselsheim und die Region werden die damit verbundenen Herausforderung stemmen“, bekräftigte Bouffier als Festredner des Neujahrsempfangs des Gewerbevereins am Sonntag im Stadttheater in Rüsselsheim.

„Der Hessentag wird eine große Chance sein für die Stadt“, zeigte sich der Landesherr überzeugt. Der Hessentag werde in Rüsselsheim ein neues „Wir-Gefühl“ schaffen, das weit über 2017 hinaus bestand haben werde. „Dass dies so ist, haben nämlich Gespräche mit Menschen aus Städten, die den Hessentag bereits ausgerichtet haben, immer wieder gezeigt“, unterstrich Bouffier.

„Wir-Gefühl“ schaffen

Es werde den Rüsselsheimer Organisatoren schon gelingen, den „Spirit der Stadt“ eindrucksvoll nach außen darzustellen.

An dem Reizthema Finanzen kam der Ministerpräsident in Rüsselsheim nicht vorbei. „Die Steuereinnahmen sind so hoch wie noch nie, aber es reicht für nix“, räumte er offenherzig ein. Hinzu komme, dass die Erwartungen der Bürger noch immer hoch seien. „Doch die Politik muss in diesen Zeiten Prioritäten setzen.“ Sie müsse sich fragen, was unbedingt notwendig sei und was warten könne, bis sich die finanzielle Situation gebessert habe.

Dabei verteidigte Bouffier die Finanzpolitik der Landesregierung aus CDU und Grünen, die ganz im Zeichen der Konsolidierung stehe: „Zum ersten Mal seit 1969 ist es uns jetzt gelungen, ohne Nettoneuverschuldung auszukommen.“ Eine nicht minder große Herausforderung sei die Bildung. Mit Blick auf die Stärkung und den Ausbau des Hochschulstandorts Rüsselsheim versprach der Ministerpräsident seine volle Unterstützung.

„Hessen ist eines der sichersten Bundesländer und das soll auch so bleiben“, leitete Bouffier zu einem weiteren Thema über. Dazu seien jedoch die entsprechenden Gesetze notwendig. Für Bewegungen wie „Pegida“ fand er deutliche Worte: „Dort finden sich Dumpfbacken, Extremisten und Polemiker. Aber auch Bürger mit ihren ernstzunehmenden Sorgen.“ Es sei daher falsch, alle in ein und dieselbe Ecke zu stellen. (eda)

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