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Der Bussard greift zur  Zeit auch  Menschen an.
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Der Bussard greift zur Zeit auch Menschen an.

Bussardpaar

Bussarde greifen Spaziergänger an

Wohl aus Sorge um seine Brut greift ein Bussardpaar in Mörfelden-Walldorf Spaziergänger an. In Einzelfällen werden diese so stark am Kopf verletzt, dass sie ärztlich behandelt werden müssen.

"Ein Greifvogel verbreitet im Wald bei Mörfelden-Walldorf Angst und Schrecken“, meldet das Forstamt Groß-Gerau. Gleich mehrfach habe er Spaziergänger und Jogger im Waldareal westlich des Vitrolles-Rings im Bereich um die Hochspannungstrasse attackiert. „Unter Verdacht steht ein Bussardpaar, das dort seinen Horst bezogen hat und die Jungenaufzucht betreibt“, heißt es vom Forstamt.

Dass Bussarde ihre Brut verteidigen, ist nicht selten. „Wir haben das seit ein paar Jahren, auch an anderen Stellen“, sagt Wolfram Hammes vom Forstamt Groß-Gerau. Ein weiterer Vorfall wurde jüngst im Wald südlich der B 44 zwischen Falltorhaus und Woogsdamm gemeldet. Auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg, zwischen Ober-Ramstadt und Traisa, gab es Attacken auf Jogger. „Im vergangenen Jahr war das am Kuhfalltor heftig“, sagt Matthias Kalinka, Förster im Forstamt Darmstadt.

Im Groß-Gerauer Wald wurden die Opfer laut Forstamt im Flug von hinten angegriffen und in Einzelfällen so stark am Kopf verletzt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Meist sei diesen Attacken ein lautstarkes Drohverhalten vorausgegangen. „Aber das wird von manchen Waldbesuchern wegen des Flugzeuglärms oder des Tragens von Musikkopfhörern nicht wahrgenommen oder sogar als übliches Vogelgezwitscher abgetan“, berichtet Wolfram Hammes.

Warnschilder aufgestellt

Inzwischen hat das Forstamt Warnschilder aufgestellt. Mehr geht nicht. „Wir schießen nicht auf die Greifvögel und wir sägen auch die Horstbäume nicht ab“, stellt Hammes klar. Es handele sich um wild lebende Tiere, die in ihrem Lebensraum ihre Jungen beschützen.

Vielmehr appelliert Hammes an die Verantwortlichkeit der Waldbesucher. Die Förster Hammes und Kalinka raten, entsprechende Stellen im Wald zu meiden. „Die Bussarde sind auch jetzt gerade aufgeregt, weil die Nestlinge so weit sind, dass sie rausgucken können. In maximal drei Wochen können die Jungen fliegen, und dann hat sich das erledigt“, sagt Kalinka.

Bis es soweit ist, haben Spaziergänger im Groß-Gerauer Wald noch Gelegenheit, kuriose Abwehrstrategien auszuprobieren. Anrufer hätten ihm vom Spazierengehen mit aufgespanntem Regenschirm bis hin zum Joggen mit aufgeklapptem Zollstock berichtet, erzählt Hammes. Lustig – nützt aber nichts, sagt Förster Kalinka. Wer als aufmerksamer Fußgänger warnende Angstschreie höre und ein in den Lüften kreisendes Bussard-Pärchen sehe, solle ruhig bleiben und sich entfernen. (loc)

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