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In London vertreten Corinna und die anderen Jung-Sportler offiziell die deutsche Jugend.

Riedstadt

Mitglied des Olympia-Teams

Die 17-jährige Corinna Best fährt ins deutsche Jugendlager nach London. Sie wird bei den Olympischen Spielen als Teil der Deutschen Turner dabei sein.

Dabei sein ist alles – das gute alte olympische Motto gilt auf jeden Fall für eine 17-Jährige aus Erfelden. Corinna Best vom Turnverein des Riedstädter Stadtteils wird bei den Olympischen Spielen in London dabei sein. Als Teilnehmerin des Deutschen Olympischen Jugendlagers gehört sie ganz offiziell zum erweiterten Teil der deutschen Mannschaft. „Kurz vor unserer Abfahrt erhalten wir auch das offizielle Olympia-Outfit“, sagt sie und zählt einige der 23 Teile auf, mit denen auch die Jugendlichen ausgestattet werden: von Koffer und Tasche über Trainingsanzug und Sporthose bis zu T-Shirts und Softshelljacke.

Die engagierte Sportlerin hat sich über die Hessische Turnjugend beworben und wurde als eine von bundesweit 60 Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren von der Deutschen Sportjugend für das Jugendlager ausgewählt. Kriterien waren nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch soziale Kompetenzen und musische Interessen.

Die Turnerin aus Erfelden ist als eine von bundesweit 60 Jugendlichen dabei

Und da hat Corinna einiges vorzuweisen. Schließlich turnt sie nicht nur seit früher Kindheit, war bei Landes- und internationalen Turnfesten und als Helferin beim Deutschen Turnfest in Frankfurt. Sie spielt auch begeistert Handball und wurde mit ihrer Mannschaft zweimal Meister, hat mit ihren 17 Jahren bereits einen Übungsleiterschein und unterrichtet Nachwuchsturner, aber auch Kinder-Tanzen und Mini-Handball. Außerdem ist sie im TV-Jugendvorstand. Auch den geforderten musischen Bereich deckt die Gymnasiastin ab: Einer ihrer beiden Leistungskurse ist Kunst.

Das Deutsche Olympische Jugendlager wird von der Deutschen Sportjugend mit der Deutschen Olympischen Akademie veranstaltet und vom Bundesfamilienministerium gefördert. Die Jugendlichen vertreten in London nicht nur die deutsche Jugend, sondern auch die unterschiedlichen Disziplinen, in denen vom 27. Juli bis 12. August um Medaillen gekämpft wird.

Ganz im Sinne der olympischen Idee werden die Jugendlichen nicht nur Wettkämpfe besuchen, sondern auch auf Gleichaltrige aus London und Canterbury treffen und gemeinsam Sport treiben. In Canterbury sind die deutschen Nachwuchssportler untergebracht. Dort gibt es Workshops zu Themen wie Olympische Geschichte, Dopingprävention und Internationale Zusammenarbeit. Auch das kulturelle London soll in der Zeit entdeckt werden.

Von Mainz aus werden die Jugendlichen per Bus nach England fahren. Für die Erfelderin sind ihre Mitreisenden keine Unbekannten mehr. Denn Mitte Juni war an einem Wochenende in Frankfurt ein Treffen mit allen 60 Teilnehmern. „Wir konnten uns schon mal kennenlernen und haben in mehreren Gruppen das Jugendlager vorbereitet“, berichtet Corinna, die mit anderen Jungsportlern plante, welche kulturellen Höhepunkte bei einer London-Rundfahrt unbedingt dabei sein sollten. Besonders nahegelegt wurden den Jugendlichen auch Benimmregeln – schließlich gelten sie als offizielle Repräsentanten ihres Landes. Das Repräsentieren begann für die Erfelderin schon in Deutschland: Sie war dabei, als Lord Sebastian Coe, der Chef des Organisationskomitees der Sommerspiele, Ende Mai Darmstadt und Frankfurt besuchte.

Auf die Frage, worauf sie sich in London besonders freut, antwortet Corinna: „Die besondere Stimmung bei Olympia zu erleben und die anderen Jugendlichen aus Deutschland wiederzutreffen.“ (eda.)

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