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Kreis Groß-Gerau Immobilienmarkt

Boom auf dem Immobilienmarkt

Der Trend zu den eigenen vier Wänden hält auch im Kreis Groß-Gerau an. 2012 gab es dort rund 15.300 Transaktionen auf dem Immobilienmarkt.

Michael Stein, Fachbereichsleiter für die Immobilienwertermittlung im Amt für Bodenmanagement (AfB) in Heppenheim, spricht von einem „absoluten Rekordjahr“. Im südhessischen Raum (ohne die Städte Darmstadt und Offenbach) gab es 2012 rund 15.300 Transaktionen auf dem Immobilienmarkt.

Mit zu dem Anstieg führte die Erhöhung der Grunderwerbssteuer zum 1. Januar 2013, so Stein. Sie löste im vergangenen Jahr ein ähnliches Kaufverhalten aus wie zuletzt der Wegfall der Eigenheimzulage ab dem Jahr 2006. Dabei wurden im Dezember 2012 fast doppelt so viele Immobiliengeschäfte getätigt wie in den Dezembermonaten der Vorjahre, teilt das Amt für Bodenmanagement mit.

In Zeiten instabiler Finanzmärkte und günstiger Finanzierungskonditionen sei die Immobilie ein gefragtes Wirtschaftsgut. Die starke Zunahme der zu betrachtenden Verträge habe sogar dazu geführt, dass der Marktbericht in diesem Jahr etwas später erschienen sei als üblich.

Das AfB beschreibt in seinem Marktbericht 2013, dem Daten aus den beiden Vorjahren zugrunde liegen, zum Beispiel Bodenrichtwerte, Haus- und Mietpreise sowie Zwangsversteigerungen. Der jeweilige Bodenrichtwert gilt für unbebaute, erschlossene und baureife Grundstücke. Um deren Wert zu ermitteln, fließen zum Beispiel durchschnittliche Größe und Lage innerhalb eines Gebiets sowie die bauliche Ausnutzung des Areals in die Betrachtung ein, erklärt Stein. Die Bodenrichtwerte hätten zwar keine rechtliche Wirkung, sie sollen aber Transparenz und Orientierung am Markt herstellen und das Preisgefüge beschreiben.

Die für den Kreis Groß-Gerau ermittelten Richtwerte für Grundstückspreise schwanken demnach zwischen 200 Euro pro Quadratmeter in Erfelden und 380 Euro in Kelsterbach. Allerdings gibt es auch innerhalb der Kommunen weite Preisspannen. Für manche Ortsteile gibt es im aktuellen Bericht gar keine Angaben, wenn die Basis – nämlich abgeschlossene Kaufverträge – in diesem Jahr fehlte.

Grundstückspreise sind stabil

Dass der Bodenrichtwert trotz der Einflüsse des Frankfurter Flughafens in Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach zum Teil relativ hoch ist, zeige, dass es dort keinen Trend zum Verfall von Immobilienwerten gebe. Insgesamt stagnierten die Bodenpreise oder seien leicht fallend.

Zur Entwicklung im ersten Halbjahr 2013 lasse sich derzeit noch nichts Konkretes sagen, so Michael Stein, die Daten würden gerade erfasst. Sein Eindruck sei jedoch, dass der Markt weiterhin floriere. Nicht nur bei den Grundstückskäufen gebe es eine stabile Phase. Auch Baugenehmigungen und -fertigstellungen würden zunehmend gemeldet. Das Tal, das sich in den Jahren ab 2008 auf diesem Feld auftat, sei offenbar durchschritten.

Bei Eigentumswohnungen sei eine steigende Beliebtheit in allen Landkreisen zu beobachten. Am besten behaupteten sich die Objekte am Markt, die bezugsfertig seien. Die Käufer suchten nach Immobilien, in die sie nicht mehr zusätzlich investieren müssten. Zur Entwicklung der Immobilienpreise nennt der Fachbereichsleiter ein Beispiel: Ein 1980 gebautes Einfamilienhaus in Groß-Gerau mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und 600 Quadratmetern Grundstück hat 2010 274 000 Euro gekostet. 2012 waren dafür im Schnitt 298 000 Euro zu zahlen. Auch die Mieten in der Region seien im Vergleich zum Vorjahr um drei bis fünf Prozent gestiegen. amt

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