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Auch für die Bestuhlung im großen Saal des Bürgerhauses muss ab März eigens gezahlt werden.
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Auch für die Bestuhlung im großen Saal des Bürgerhauses muss ab März eigens gezahlt werden.

Mörfelden-Walldorf

Bäder und Hallen werden teurer

  • VonFrank Sommer
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Die Stadt Mörfelden-Walldorf plant eine Gebührenerhöhung auch für Kindertagesstätten. Der Grund: Sie muss in diesem Jahr einen Überschuss von fünf Millionen Euro erwirtschaften.

Um die Auflagen des Schutzschirmvertrages mit dem Land zu erfüllen, muss Mörfelden-Walldorf im Jahr einen Überschuss von fünf Millionen Euro erwirtschaften. Bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs im Dezember hat die Koalition von SPD, Freien Wählern und FDP bereits angekündigt, wie das geleistet werden soll: Durch die bereits erfolgte Anhebung der Grundsteuer B, Personaleinsparungen und weiteren Gebührenerhöhungen. Dazu zählen die Gebühren für die Kinderbetreuung, die Schwimmbadnutzung oder die kommerzielle Nutzung stadteigener Räumlichkeiten.

Um sechs Prozent sollen ab 1. April Gebühren für die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten, Horten und Krippen steigen, sowohl bei den elf städtischen Einrichtungen als auch bei konfessionellen Trägern. Da die Berechnung der Kinderbetreuung in der Stadt nach einem komplexen Modell erfolgt, gibt es jeweils für Kindergarten, Hort und Krippe sieben verschiedene Preislisten.

„Trotz der Erhöhung beträgt der Zuschuss der Stadt zur Kinderbetreuung noch rund 70 Prozent“, sagt Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD). Um Personalkosten einzusparen, werden in diesem Jahr 5,5 Personalstellen im Bereich der Erzieher entfallen, in den vergangenen Jahren wurden bereits zehn Stellen eingespart.

„Laut Landesrechnungshof befinden wir uns mit unseren Gebühren im oberen Drittel“, sagt Becker. Der Landesrechnungshof hat dabei die Stadt mit anderen Kommunen von ähnlicher Einwohnerzahl verglichen, etwa mit Oberursel oder Heppenheim. Zuletzt wurde 2015 eine dreiprozentige Gebührenerhöhung beschlossen. Becker geht davon aus, dass mit der neuen Gebührensatzung eine weitere Erhöhung in den nächsten drei Jahren nicht erfolgen werde.

Tiefer in die Tasche müssen auch die Besucher des Waldschwimmbades und des Badesees greifen, ab 1. März steigen die Preise um 20 Prozent. Kostete der Schwimmbadeintritt für einen Erwachsenen bisher vier Euro, sind es dann 4,80 Euro. Der Preis für eine Dauerkarte erhöht sich von 55 Euro für Erwachsene auf 66 Euro, für Jugendliche von 27,50 Euro auf 33 Euro.

Auch hier gilt, dass die Kosten für den Betrieb nicht durch die Gebühren gedeckt werden, pro Besucher zahlt die Stadt 5,70 Euro an Zuschüssen. Im Jahr 2014 war somit ein Fehlbetrag von 787 000 Euro für den Badebetrieb entstanden.

Nachdem bereits in den Jahren 2013 bis 2015 die Gebühren für die kommerzielle Nutzung der städtischen Räumlichkeiten gestiegen sind, werden sie ab 1. März erneut steigen: So kostet die Miete für den großen Saal des Bürgerhauses künftig 700 statt bisher 600 Euro, zudem werde die Bestuhlung eigens berechnet. „Für Vereine und Traditionsveranstaltungen wie Kerb oder Karneval werden die Räume aber weiterhin kostenfrei zur Verfügung gestellt“, sagt Becker.

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