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Die Tanzgruppe „Les Dindoulettes“ aus dem südfranzösischen Vitrolles trat 2009 beim Bürgerfest in Walldorf auf.
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Die Tanzgruppe „Les Dindoulettes“ aus dem südfranzösischen Vitrolles trat 2009 beim Bürgerfest in Walldorf auf.

Mörfelden-Walldorf

Anschubser für Freundschaften

Der Freundeskreis Städtepartnerschaft ist seit 25 Jahren aktiv. Der Verein versteht sich als Anschieber und Helfer in Sachen Völkerverständigung.

Die Freundschaft zwischen Mörfelden-Walldorf und dem südfranzösischen Vitrolles ist kein Zufall. Sie begann vor knapp 27 Jahren. Die politisch Verantwortlichen hatten bewusst Städte ausgesucht, die sich möglichst ähnlich waren – sowohl was die Infrastruktur mit der Nähe zu einem großen Flughafen – Marseille beziehungsweise Frankfurt – angeht, als auch die Einwohnerzahl und die eher linksgerichtete Stadtregierung.

In Mörfelden-Walldorf fanden sich nach dem Freundschaftsantrag aus Frankreich schnell Interessierte, die den Kontakt pflegen wollten. Daraus entwickelte sich eine überparteiliche Organisation, die als Freundeskreis Städtepartnerschaft am 21. Januar 1986 offiziell gegründet wurde.

Viele Mitglieder sind dem Freundeskreis seit langem treu. Monique Schmidt, die den Verein seit 2010 führt, gehört ihm seit 23 Jahren an. Der Verein sei Anschieber und Helfer, sagt Schmidt über die ehrenamtliche Arbeit. Etliche Projekte und Freundschaften seien in den vergangenen 25 Jahren ins Rollen gebracht worden. Nachdem der Kontakt zum Comité de Jumelage in Vitrolles geknüpft war, galt es, im Sinne der Völkerverständigung die Freundschaftskreise weiter zu ziehen. Auf Frankreich als Partner folgten die Niederlande. Die seit 1985 bestehende Friedenspartnerschaft mit Wageningen änderten die Stadtverwaltungen 1992 in eine Städtepartnerschaft. Besuche, Ausstellungen, Austausche sowie Veranstaltungen sind seitdem regelmäßig Programm auf beiden Seiten.

Neueste Kommune im Bund der Städtepartnerschaften ist die Gemeinde Torre Pellice aus dem italienischen Piemont. Ein Herkunftsort der Waldenser, aus dem diese 1686 fliehen mussten. Viele von ihnen kamen nach Südhessen. 1999, zur 300-Jahrfeier Walldorfs, wurde die Verschwisterung offiziell vereinbart. Richtig Schwung in die deutsch-italienische Beziehung kam allerdings erst 2007, als in Torre Pellice ein internationales Tennisturnier ausgetragen wurde.

Claudio Bertalot, Bürgermeister von Torre Pellice, sei so begeistert gewesen, dass er auch im folgenden Jahr auf ein Turnier bestand, erinnert sich Schmidt. Gastgeber 2008 war der Walldorfer Tennisclub Blau-Weiß. Erstmals trafen sich dann in Mörfelden-Walldorf Sportler aus der Stadt mit Akteuren aus Torre Pellice, Wageningen und Vitrolles. Drei Tage machten Sportler, Bürger und Politiker aus allen vier Städten das Turnier zum internationalen Erlebnis, das nun jährlich ein fester Termin im Kalender der Partnerstädte ist.

Das größte gemeinsame Fest, das der Freundeskreis mitorganisierte, war das Bürgerfest, das es anlässlich der 25 Jahre dauernden Verschwisterung mit Vitrolles 2009 in Walldorf gab. 170 internationale Gäste kamen bei den Helfern des Vereins unter, um das Jubiläum zu feiern.

Dank des Anschiebers Freundeskreis Städtepartnerschaft gibt es inzwischen regen Austausch von Musikgruppen, Sportvereinen, Gewerbetreibenden und Schulen. Ende März ist ein Treffen von Schülern der Bertha-von-Suttner-Schule und Jugendlichen aus der Wageninger Pantarijn-Schule geplant. Am Wochenende 28. und 29. Mai soll es einen großen Markt mit Ständen aus den Partnerstädten geben. (tij)

Informationen über den Freundeskreis stehen im Netz auf www.freundeskreis-staedtepartnerschaft.eu.

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