Belastung

Angst vor krankmachendem Ultrafeinstaub im Kreis Groß-Gerau

  • schließen

Der Kreistag in Groß-Gerau fordert erneut die Ausweitung der Messstationen südlich des Frankfurter Flughafens. Bisher wird vor allem auf Frankfurter Gebiet der Ultrafeinstaub gemessen.

Die Belastung mit Ultrafeinstaub, ausgehend vom Frankfurter Flughafen, bereitet dem Kreis Groß-Gerau große Sorgen. Bereits 2017 hatte man deswegen die Ausweitung der Messstationen von der Landesregierung gefordert. Inzwischen liegen weitere Erkenntnisse vor. Danach ist in Raunheim, wo bislang die beiden einzigen Stationen auf Kreisgebiet stehen, die „Gesamtkonzentration von Ultrafeinstaubpartikeln vergleichbar mit der Gesamtkonzentration an verkehrsreichen Straßen in Dresden und Leipzig“. Das hatte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie im August mitgeteilt. Eine weitere Station solle in Raunheim-Mönchhof installiert werden.

Das geht dem Kreistag nicht weit genug. In einer jetzt beschlossenen Vorlage der rot-grün-roten Koalition fordert das Gremium, die „Luftmessstellen auch auf den südlichen Teil des Flughafens und der dort angrenzenden Wohngebiete auszudehnen“. Hierbei seien insbesondere die Wohngebiete im nördlichen Teil des Kreises – vor allem Mörfelden-Walldorf – zu berücksichtigen, da diese sich teilweise in einem Abstand von weniger als 500 Meter vom Betriebsgelände mit Flugzeugbewegungen befinden. Außerdem seien auch die Abflugrouten zu untersuchen, da hier der Kreis besonders betroffen sei. Weiter fordert der Kreistag die Landesregierung auf, Vertreter des Kreises in die begleitenden Gremien und Expertenrunden als ständige Vertreter einzuladen.

„Feinstäube durchdringen unsere Atmungsorgane“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen Franz-Rudolf Urhahn. „Wir wollen unbedingt in das Messstationen-Netz einbezogen werden.“

Neben Raunheim werden Ultrafeinstaubpartikel bisher an fünf weiteren Stationen in Frankfurt sowie direkt am Flughafen an der A3 gemessen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare