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Aus dem Kapitel "Fehler, Zufallsentdeckungen und andere Abwege".

Gastronaut

Kräftig gelb mit viel Aroma

Dessert: Kurkumaeis mit einem Hauch Schärfe

Kurkuma mag ich aus vielen Gründen: wegen seines wunderbar erdigen Dufts, wegen seiner leichten, an Ingwer erinnernden Wärme und wegen seiner exotischen Aromen. Ganz abgesehen davon ist seine gelbe Farbe, die er vielen Gerichten verleiht, bezaubernd schön. 

Einmal bin ich allerdings mit Kurkuma farbtechnisch auf die Nase gefallen. Ich wollte Kurkuma–Brötchen backen, als Handgabe zu einem schön scharfen, südindisch angehauchten Linsengericht. Mangels Alternativen im Küchenschrank verwendete ich Natron als Treibmittel. Und Rums! Da waren die Brötchen krebsrot! Seit diesem Farbendrama weiß ich besser Bescheid über die pH-Abhängigkeit so mancher kurzkettiger, elektronenreicher Moleküle mit Benzolringen an den Enden. Das Natron macht das Gebäck leicht basisch und lässt den pH-Wert ansteigen, und wie es sich für einen ordentlichen Indikator gehört, färbt das Curcumin sich und alles andere statt in kräftigem Gelb leuchtend rot.

Zubereitung

Den Ingwer fein hacken, die Chilischote entkernen. Die Sahne erhitzen, Glukosesirup, Ingwer, Ghee, Chilischote und Vanille zugeben und ca. 30 Minuten auf der warmen, aber nicht heißen Herdplatte ziehen lassen. Dabei den gemahlenen Kurkuma einrühren. Durch ein feines Sieb gießen.

Die aromatisierte Sahne mit dem Joghurt vermengen, nach Geschmack salzen, mit dem Stabmixer gut durchschlagen und in einer Eismaschine gefrieren.

Vom Kurkumaeis Nocken abstechen, etwas Kurkumawurzel darüberreiben. 

Als Dessert macht sich das Kurkumaeis bestens, etwa mit frischer Ananas oder reifer Mango (mariniert mit sehr gutem, im Holzfass gereiftem Rum).

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