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Das Parken auf dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof Buchschlag soll im kommenden Jahr kostenpflichtig werden.
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Das Parken auf dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof Buchschlag soll im kommenden Jahr kostenpflichtig werden.

Dreieich

Kostenloses Parken am Dreieicher Bahnhof Buchschlag passé

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Deutsche Bahn will auf dem Pendlerparkplatz am Bahnhof Dreieich-Buchschlag Parkautomaten aufstellen. Dieses Ansinnen konterkariert die Bemühungen der Stadt.

Proppenvoll ist der Parkplatz am Bahnhof Dreieich-Buchschlag täglich – nutzen ihn doch viele Pendler:innen, um ihr Auto kostenlos abzustellen und mit der S-Bahn oder Regionalbahn nach Frankfurt zu fahren. Der Bahnhof ist ab 2025 auch Endhaltestelle der Regionaltangente West (RTW), der Schienenverbindung über den Flughafen nach Bad Homburg und Eschborn. Die Deutsche Bahn (DB) will den Parkplatz im kommenden Jahr jedoch kostenpflichtig machen.

Das Grundstück am Buchschlager Bahnhof gehört der Bahn. Im Jahr 1999 schloss die Stadt Dreieich mit der DB einen Gestattungsvertrag und baute einen Parkplatz mit rund 100 Stellplätzen darauf. Zum Jahresende läuft dieser Pachtvertrag nun aus und die DB wird ihn nicht mehr verlängern. Stattdessen will sie die Park-and-Ride-Anlage über ihre Tochtergesellschaft DB Bahnpark selbst bewirtschaften und Parkautomaten aufstellen.

Bürgermeister Martin Burlon (parteilos) ist verärgert und fassungslos. In den vergangenen Gesprächen hatte er der Bahn vorgeschlagen, den Pachtvertrag langfristig fortführen. Alternativ wollte die Stadt die Fläche ankaufen, um dort noch mehr Stellplätze sowie noch mehr sichere Fahrradabstellmöglichkeiten zu schaffen. Mittelfristig war auf dem rund 1,4 Hektar großen Park-and-Ride-Areal sogar ein Parkdeck ins Auge gefasst. Dafür sollte ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Wenn die Pendler:innen nun ab 2021 für das Abstellen ihrer Autos zahlen müssen, wird sich der Parkdruck in den umliegenden Quartieren verschärfen, ist sich Burlon sicher. Schon heute reichen die 100 Parkplätze nicht aus, die Anliegerstraßen sind deshalb oft zugeparkt.

Schon einmal war der Pendlerparkplatz ein Thema. Im Planungsprozess zur RTW erfuhr die Stadt nämlich, dass sie – und nicht die RTW-Gesellschaft oder die DB – für die Stellplätze an der Station Buchschlag sorgen müsse.

„Das haben wir schon zähneknirschend hingenommen“, sagt Burlon. Nun sei jedoch nicht einmal der Ausbau des Parkplatzes auf eigene Kosten möglich.

Burlon will sich wehren, will die Entscheidungsträger in Bund, Land und DB-Konzern anschreiben. „Hier zeigt sich, wie jenseits der Sonntagsreden vor Ort tatsächlich gehandelt wird“, sagt er.

Eine Stellungnahme der DB war gestern nicht zu erhalten. Laut einer Bahnsprecherin konnte der Sachverhalt in der Kürze der Zeit nicht geklärt werden.

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