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Radfahren im Frankfurter Stadtverkehr.

Verkehrswende

Kommt bald der Radentscheid Hessen?

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Initiativen aus Kassel, Frankfurt, Darmstadt sowie ADFC und VCD fordern die Verkehrswende.

Die Radentscheide aus Kassel, Frankfurt, Darmstadt sowie der ADFC Hessen und der VCD Hessen erhöhen gemeinsam den Druck auf Städte und das Land, mehr für den Radverkehr zu tun. „Pendler, insbesondere die vom Dieselfahrverbot Betroffenen, brauchen echte Alternativen. Daher müssen unverzüglich flächendeckend Radschnellwege und überregionale Radwege gebaut werden“, sagt Heiko Nickel vom VCD Hessen. Mehr Abstellanlagen seien erforderlich, um die Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV zu verbessern, sagt Maik Bock vom Radentscheid Kassel. Nötig seien mehr Fördermittel für kommunale Investitionen in den Radverkehr, Werbekampagnen, zusätzliche Verkehrsplaner und ein groß angelegtes Lastenrad-Förderprogramm für Privatleute und das Gewerbe. 

„Hessen braucht eine sofortige Trendwende in der Mobilität braucht. Es gilt nun, keine weitere Zeit mit juristischen Spielereien zu verlieren“, sagt David Grünewald vom Radentscheid Darmstadt. Die Landesregierung müsse die Umsetzung der kommunalen Radentscheide unterstützen und finanziell fördern. 

„Für eine Verkehrswende müssen Veränderungen im Straßenraum viel schneller sichtbar werden“, sagt Stefan Janke, der Vorsitzende des ADFC Hessen. Diesem Wunsch aus der Bevölkerung hätten die Radentscheide eine klare Stimme gegeben. Auch außerhalb der hessischen Großstädte sei der Wunsch nach der Mobilitätswende groß.

Ein landesweiter Radentscheid Hessen, analog zu Berlin, Bayern und NRW, sei durch die jüngste Verfassungsänderung leichter möglich, betont Peter Josiger vom Radentscheid Frankfurt. Bisher mussten 20 Prozent aller Stimmberechtigten einem Volksbegehren zustimmen, jetzt reichten fünf Prozent aus. „Ist es wirklich notwendig, dass wir Bürger vorantreiben müssen, was die Landespolitik verschlafen hat?“

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