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AfD: Wer Hass sät

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Die AfD spaltet die Gesellschaft. Sie darf sich nicht wundern, dass sie auch die eigenen Reihen spaltet. Dossiers über Abgeordnete in Hessen zeigen ein ungeheures Ausmaß gegenseitigen Misstrauens. Der Kommentar.

Wer gerne provoziert und die Gesellschaft spaltet, der provoziert und spaltet auch in den eigenen Reihen. Die kurze Geschichte der AfD liefert dafür bereits eine Fülle von Beispielen.

Auf Bundesebene hat die Rechtsaußenpartei bereits mehrere Vorsitzende hinausgetrieben. Meistens war das mit einem weiteren Rechtsruck verbunden. In einer Reihe von Landtagen, von Baden-Württemberg bis Bayern, von Bremen bis Mecklenburg-Vorpommern haben sich AfD-Fraktionen in Teile zerlegt.

Die hessische Fraktionsführung wollte das immer vermeiden. Aber, wie sich nun herausstellt, um fast jeden Preis. Der Versuch eines zwanghaften Zusammenhalts könnte genau das Gegenteil bewirken.

Die Dossiers über unliebsame Abgeordnete zeigen, welches ungeheure Ausmaß das gegenseitige Misstrauen in nur anderthalb Jahren Zusammenarbeit bereits angenommen hat. Es würde sich niemand darüber wundern, wenn manche Abgeordnete nicht mehr in einem solchen Klima arbeiten und sich aus der Bespitzelungsfraktion verabschieden würden.

Der Zwist fällt in eine Zeit, in der die AfD in ganz Deutschland auseinanderfallen könnte, weil ein erheblicher Teil der Partei Rechtsextremisten dulden will. Wer Hass sät, darf sich nicht wundern, wenn der sich auch in den eigenen Reihen ausbreitet.

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