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Senioren hoffen Lockerung der Maßnahmen.

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Kommentar: Ein erster Schritt

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Für Senioren und Trauernde kommt die beschlossene Lockerung einer Erlösung gleich, und das Risiko hält sich in Grenzen. Ein Besucher pro Woche im Altenheim ist beherrschbar. Ein Kommentar.

Besser als Kirchenpräsident Volker Jung formuliert hat, lässt es sich nicht sagen: Die Situation in den Seniorenheimen und bei Trauerfeiern war eine Belastung für alle Seelen. Einen ganzen Monat waren die Bewohner kaserniert, ohne gefragt zu werden, ob sie das wollen. Vier Wochen ohne den Besuch des Kindes, der Ehefrau, der Freundin. Das ist eine verdammt lange Zeit. Da können die Pflegekräfte noch so ihr Bestes geben. Ausgebrochen ist das Virus trotzdem in einigen Einrichtungen. Schließlich gehen dort auch Mitarbeiter ein und aus.

Ein Leben ohne Corona-Risiko gibt es nicht. Den Senioren steht ab Montag frei, zu wählen, ob sie ein zusätzliches Wagnis eingehen wollen. So wie jedem mündigen Bürger der Republik. Das ist ihr gutes Recht. Ein einziger Besucher, der auf Distanz sitzt und dazu noch eine OP-Schutzmaske trägt. Einmal pro Woche eine Stunde. Das dürfte beherrschbar sein. Klingt nicht nach großer Gefahr. Ist weit von der unbekümmerten Normalität entfernt, in der die ganze Familie sonntags den Opa besucht. Die Entscheidung ist ein erster kleiner Schritt nach vorn.

Der war überfällig.

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