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Kötter will Landrat werden

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Möchte ins Kreishaus: Rouven Kötter. rosenberger © Red

Wetterau - Für Rouven Kötter wäre es der nächste Schritt in der kommunalpolitischen Karriere. Zwei Wochen vor dessen 43. Geburtstag hat der Unterbezirksbeirat, in dem neben den Mitgliedern des SPD-Vorstandes auch Vertreter aller Ortsvereine sitzen, Kötter einstimmig aufgefordert, für das Amt des Landrats im Wetteraukreis zu kandidieren. Die Nominierung ist im Rahmen eines Parteitages Ende Oktober geplant.

Kötter war von 2008 bis 2018 Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Wölfersheim. Seit März 2018 ist er hauptamtlicher Erster Beigeordneter beim Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main, kümmert sich als Dezernent etwa um den Ausbau von Radwegen sowie die Finanzen und die Außendarstellung des Verbands, in dem er überregionale Netzwerke geknüpft und sich auf europäischer Ebene für die Region stark gemacht hat.

„Rouven Kötter vereint in seiner Person eine hervorragende Ausbildung, politisches Gespür, Verwaltungserfahrung und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern, zusammenzuführen und mit ihnen gemeinsam zu gestalten. Er hat kreative Ideen, Sachverstand und steht für eine soziale, gerechte und bodenständige politische Arbeit“, lobte die SPD-Vorsitzende Lisa Gnadl unmittelbar nach der Sitzung, heißt es in einer Mitteilung der Sozialdemokraten. Gnadl hatte 2017 den Posten der Vorsitzenden im Unterbezirk gesichert - in einer Kampfabstimmung gegen Kötter.

Ein weiterer Fürsprecher ist der Butzbacher Bürgermeister Michael Merle. Er erinnert an die Erfolge Kötters als Bürgermeister in Wölfersheim. „Er kennt die Herausforderungen der Städte und Gemeinden bestens und ist fest in der kommunalen Familie verankert.“ Wölfersheim habe sich in seiner Amtszeit zu einer serviceorientierten, modernen Verwaltung entwickelt, immer mit dem Fokus auf die Menschen. Die Unterstützung des Ehrenamtes, die Schaffung von Kulturangeboten oder der Kampf gegen Rassismus seien bei ihm keine Schlagworte, sondern unter Beweis gestellte Fähigkeiten.

Die Kreistagsfraktionsvorsitzende Christine Jäger betont Kötters Erfahrung auf Kreisebene: über zehn Jahre im Kreistag, Ausschussvorsitzender für die Themen Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft. Kötter sei ein souveräner Moderator in schwierigsten Diskussionen und suche immer nach dem Konsens. „Das gelingt natürlich nicht immer, aber mit seiner engagierten Arbeit hat er sich parteiübergreifenden Respekt erworben“, sagt Jäger.

„Der Wetteraukreis ist meine Heimat und es wäre mir eine große Freude und Ehre, ihm als Landrat dienen und ihn gestalten zu dürfen“, äußerte sich Kötter im Nachgang der Sitzung. Er sei in der Wetterau fest verwurzelt, schätze die Vielfältigkeit des Landkreises sehr und wolle „gemeinsam mit den vielen engagierten Menschen in den 25 Städten und Gemeinden für eine lebenswerte Zukunft arbeiten“. Dafür hoffe er „auf Rückenwind durch die Wetterauer SPD“, wird der begeisterte Segler zitiert.

Gnadl greift das nautische Bild auf: „Wir brauchen einen erfahrenen, anpackenden und pragmatischen Lotsen durch die herausfordernden Zeiten, die vor uns liegen. Rouven Kötter ist der richtige Mann für diese Aufgabe.“ Er habe dafür die volle Unterstützung der Partei.

Auf der Webseite www. RouvenKoetter.de gibt es weitere Details aus dem Leben Kötters, etwa dass er ein großer Eintracht-Fan ist, selbst Äppler im Keller herstellt und gerne mal Pfeife raucht. Kötter hat zwei Kinder (geboren 2012 und 2014) und lebt in Trennung.

Die Direktwahl des Wetterauer Landrats soll 2023 stattfinden, womöglich mit der Landtagswahl, die für den Herbst geplant ist. Bei der Landratswahl am 18. März 2018 stimmten gut 57 Prozent für Jan Weckler (CDU), für Stephanie Becker-Bösch (SPD) 43 Prozent. hed/pm

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