+
Festivalinitiator Karl-Werner Joerg und Heike Havenstein vom Friedrichsdorfer Kulturamt in der Schlosskirche Bad Homburg.

Kultur

Klassikfestival präsentiert in Rhein-Main Toptalente

  • schließen

Sechs Rhein-Main-Kommunen beteiligen sich an einer neuen Konzertreihe. Schirmherr wird Staatskanzleichef Axel Wintermeyer.

Der Deutsche Musikwettbewerb gilt als bedeutendste nationale Konkurrenz für den professionellen musikalischen Nachwuchs. In der kommenden Woche werden in Nürnberg Toptalente aus ganz Deutschland um die begehrten Trophäen in 13 Kategorien wetteifern. Die Gewinner lädt Karl-Werner Joerg dann ab 9. Mai zu einer neuen Konzertreihe in das Rhein-Main-Gebiet ein. Sein Ziel: den hochtalentierten jungen Musikern geeignete Auftrittsmöglichkeiten zu schaffen und gleichzeitig für eine engere Vernetzung der Musikinteressierten in der Region zu sorgen. „Wir möchten Menschen aus Friedrichsdorf nach Wiesbaden locken und umgekehrt“, sagt Joerg, der vor allem als Organisator der Bad Homburger Schlosskonzerte bekannt ist.

Der Musikwissenschaftler ist froh, dass er schon bei der ersten Auflage des „Festivals des Deutschen Musikpreises“ in diesem Jahr sechs Kommunen mit ins Boot holen konnte. Neben Bad Homburg sind das Wiesbaden, Neu-Isenburg, Bad Soden, Usingen und Friedrichsdorf. Mit seinem Konzept habe Joerg bei ihnen offene Türen eingerannt, sagt Heike Havenstein vom Friedrichsdorfer Kulturamt. Man habe ohnehin vorgehabt, die eigene Reihe „Klassikzeit“ neu aufzustellen. Insgesamt drei Konzerte sind in Friedrichsdorf vorgesehen, die genauen Termine stehen noch nicht fest.

Das Publikum wiederum bekomme so Gelegenheit, potenzielle künftige Weltstars aus nächster Nähe zu erleben, wirbt Karl-Werner Joerg. Als Schirmherrn für die neue Konzertreihe konnte er den Leiter der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU), gewinnen. Was zur Folge hat, dass eines der Konzerte in der Wiesbadener Staatskanzlei selbst gegeben wird. Wintermeyer, in seiner Freizeit begeisterter Hobbypianist, wird dort die Preisträger in der Kategorie Klavierduo begrüßen. Auch der Höhepunkt des Festivals findet in der Landeshauptstadt statt. Am Sonntag, 19. Mai, ist ein Konzert im Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses vorgesehen, „einem der schönsten Konzertsäle der Republik“, wie Joerg findet.

Insgesamt stehen 14 Konzerte auf dem Programm. Den Auftakt macht in der Bad Homburger Schlosskirche ein kleines Festival innerhalb des Festivals. Von Donnerstag, 9. Mai, bis Sonntag, 12. Mai, wird es dort fünf Auftritte junger Preisträger in verschiedenen Konstellationen geben. Bei den Eröffnungskonzerten am 9. und 10. Mai werden sie begleitet vom Bayerischen Kammerorchester.

Ein Experiment ist das Format „Neue Musik zweimal hören“ am 11. Mai. Dabei präsentiert eines der Preisträger-Ensembles ein zeitgenössisches Stück, über das die Musiker anschließend mit dem Publikum diskutieren. Zum Schluss wird das Stück noch einmal zu hören sein. Als Moderator fungiert Professor Gerhard Müller-Hornbach von der Frankfurter Musikhochschule.

Termine

Das Festival startet am Donnerstag, 9. Mai, um 19.30 Uhr in Bad Homburg. Das gleiche Konzert wird am Folgetag wiederholt. Am Samstag, 11. Mai, steht um 15 Uhr „Neue Musik zweimal hören“ auf dem Programm. Um 19 Uhr folgt ein Kammerkonzert, am Sonntag,

12. Mai, um 17 Uhr ein weiterer Auftritt von jungen Preisträgern. Veranstaltungsort ist jeweils die Schlosskirche.

Bei dem Konzert im Kurhaus Wiesbaden am Sonntag, 19. Mai, werden die Preisträger von den Nürnberger Symphonikern begleitet. Beginn ist um 17 Uhr.

Karten für die bereits terminierten Konzerte können über die Webseite der Bad Homburger Schlosskonzerte bestellt werden. Dort gibt es auch weitere Infos: www.BadHomburger-Schlosskonzerte.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare