Öffnungen

Klare Regeln für Schulen gefordert

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Die Gesundheit muss Priorität genießen. Das fordern Schüler und Eltern.

Konkrete Angaben zu den Schulöffnungen mahnen die Lehrergewerkschaft GEW, die Landesschülervertretung und der Landeselternbeirat in einer gemeinsamen Mitteilung an. Die Schrittfolge und Vorgaben für die Schulen müssten verbindliche Regeln zum Gesundheitsschutz enthalten. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sei in der Pflicht, die Standards des Robert-Koch-Instituts nachvollziehbar umzusetzen.

Nach der Corona-Schließung vor knapp einem Monat sollen am 27. April in Hessen die ersten Schüler wieder an die Schulen zurückkehren. Los geht’s mit den Abschlussklassen. Oberste Priorität genieße der Gesundheits- und Infektionsschutz für alle Beteiligten. „Wer die Öffnung von Schulen befürwortet, muss für entsprechende Rahmenbedingungen sorgen“, sagt GEW-Landesvorsitzende Birgit Koch. „Aus unserer Sicht sind mindestens die Bereitstellung von ausreichend Waschbecken, Seife und Einmalhandtüchern sowie Desinfektionsmittel und Toiletten mit entsprechender hygienischer Ausstattung zwingend.“ Auch müsse es allgemeinverbindliche Vorgaben geben, wie zu Risikogruppen zählende Menschen geschützt werden. Erforderlich seien eine tägliche Reinigung nach Infektionsschutzstandard, regelmäßiger Luftaustausch und weitere Vorkehrungen, die in einem individuellen Hygienekonzept zusammengefasst sind. Ein erweitertes Schulbuskonzept müsse die Abstandsregeln beinhalten. Wer den ÖPNV nutzt, müsse eine Mund-Nasen-Maske zur Verfügung gestellt bekommen.

Noten schwächer gewichten

Die Landesschülersprecher Lou-Marleen Appuhn und Paul Harder forderten, keinem Schüler und keiner Schülerin dürften Nachteile aus der Situation erwachsen. „Es sollte selbstverständlich sein, dass dieses letzte Halbjahr der Oberstufe nicht gleichwertig mit den anderen Halbjahren in die Abiturwertung einfließen kann“, sagte Piet Pohlmann, ebenfalls Landesvorsitzender der LSV. Eine Gruppengröße von bis zu 15 Schülern, wie sie der Kultusminister nannte, sei nicht umsetzbar. Die Betreuung der Kinder des pädagogischen Personals müsse gewährleistet sein.

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