Wirtschaft

Klage gegen die Sonntagsöffnung in Hessen

  • Peter Hanack
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Gewerkschaft Verdi und Allianz für den freien Sonntag ziehen gegen die Corona-Verordnung vor Gericht.

Die Gewerkschaft Verdi und die Allianz für den freien Sonntag klagen gegen die Öffnung der Geschäfte am Sonntag. Diese dürfen in Hessen aufgrund der Corona-Krise zunächst noch bis 16. August an allen Tagen der Woche ihre Türen öffnen. Dies ist nach Ansicht der Kläger hinfällig.

Genutzt werde die Sondergenehmigung fast ausschließlich von Möbelhäusern, stellte Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner fest. Der Lebensmittelhandel dagegen mache davon kaum Gebrauch. Damit gehe die Absicht, die Kundenströme zu entzerren, ins Leere. Verdi habe deshalb zusammen mit der Allianz für den freien Sonntag Klage beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingereicht.

„Wir haben lange geduldig darauf gewartet, dass die angeblich aus der Pandemie geborene Sonderöffnung an Sonntagen dann beendet wird, wenn alle Geschäfte wieder unter fast normalen Bedingungen öffnen dürfen“, sagte Bernhard Schiederig, Fachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen und aktives Mitglied in der Allianz. Geschehen aber sei nichts.

Schiederig verwies dabei auf das Nachbarland Rheinland-Pfalz. Dort sei die entsprechende Corona-Verordnung schon am 7. April widerrufen worden, weil sich herausgestellt habe, „dass die Versorgung der Bevölkerung nunmehr auch ohne die Öffnung an Sonn- und Feiertagen sichergestellt ist“, so Schiederig.

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