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Die Diözese Limburg nannte 35 Personen, die möglicherweise Kinder missbraucht haben. 

Sexueller Missbrauch 

Justiz prüft Bistum-Listen zu sexuellem Missbrauch

Aufarbeitung des Missbrauchskandals in der katholischen Kirche: Die Staatsanwaltschaft überprüft potentielle Tatverdächtige aus den Bistümern Limburg, Mainz und Fulda. 

Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche beschäftigt weiterhin die Justiz in Hessen. Die Listen mit potenziellen Tatverdächtigen, die die Bistümer Limburg, Fulda und Mainz übergeben haben, werden zu einem großen Teil noch geprüft. Mittlerweile seien die Listen an die Staatsanwaltschaften in Fulda und Limburg weitergeleitet worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, die die Unterlagen zunächst gesammelt erhalten hatte. Die Mainzer Fälle bearbeitet demnach die Frankfurter Ermittlungsbehörde. Die Prüfung sei noch nicht beendet.

Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde in Fulda sagte, dass auch hier die Untersuchung noch andauere. Der Staatsanwaltschaft Limburg zufolge hat sich bislang kein Anlass für neue Ermittlungsverfahren ergeben.

Das Bistum Fulda hatte eine Liste mit 32 Personen übersandt, die Diözese Limburg nannte 35 und Mainz 199 Namen. Nach früheren Angaben der Generalstaatsanwaltschaft handelt es sich sowohl um Priester als auch um Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen. Die Akten enthalten demnach sämtliche in den Bistümern dokumentierte Fälle. Darunter sind auch solche, die bereits verjährt oder strafrechtlich nicht relevant sind und außerdem Fälle, in denen Ermittlungsverfahren bereits eingeleitet worden oder Verdächtige bereits gestorben sind. (dpa) 

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