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Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet.

Polizei Wiesbaden

Ein Kennzeichen, zwei Autos

Rücksichtsloses Rasen, verdächtige Beulen am Wagen, kein Führerschein und dann noch ein Kennzeichen gleich für zwei Autos. Ein Fall der Polizei in Wiesbaden.

Die Polizei hat in Wiesbaden ein illegales Autorennen gestoppt - und hat nun gleich eine Reihe von Straftaten zu ermitteln. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, bemerkte ein Zeuge am späten Freitagabend zwei Autos, die aus Taunusstein kommend auf der Bundesstraße 417 Richtung Wiesbadener Innenstadt rasten. An beiden Autos war ein gleichlautendes Kennzeichen angebracht, sie fuhren zu schnell, setzten zu waghalsigen Überholmanövern an und touchierten sich mehrfach.

Die Polizei stoppte beide Autos dann nach eigenen Angaben in der Innenstadt. Der 20-jährige Fahrer aus Wiesbaden hatte keinen Führerschein, sein 18-jähriger Renngegner erst kürzlich einen erhalten. Diesen nahmen die Beamten ihm direkt wieder ab. Dass beide Autos dasselbe Nummernschild hatten, erklärten die jungen Männer damit, dass ein Auto erst kürzlich gekauft worden sei und sie mangels Überführungskennzeichen einfach ein Kennzeichen des zweiten Autos montierten.

Eines der Autos hatte nach Angaben der Beamten massive Schäden, weshalb die Ermittler Unfälle mit Fahrerflucht für möglich halten.

Gegen die selbst ernannten Rennfahrer wird unter anderem wegen der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen, wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Kennzeichenmissbrauchs und Urkundenfälschung ermittelt. Die Polizei stellte die Autos und die Handys der Fahrer sicher. (dpa)

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