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Das „Herzstück Ost“ der Schiersteiner Brücke liegt auf einer Vielzahl von Stützen auf.

Schiersteiner Brücke bei Mainz/Wiesbaden

Keinen Schadenersatz verlangt

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Die Schiersteiner Brücke bei Mainz und Wiesbaden sackt ab. Es entsteht ein Verkehrschaos. Der Landesbetrieb Mobilität hat nun entschieden, von der Baufirma keinen Schadenersatz zu verlangen.

Der Bauunfall an der Schiersteiner Brücke im Februar 2015 ist vielen Menschen nicht zuletzt wegen der monatelangen Brückensperrung für den Verkehr in lebhafter Erinnerung. Jetzt steht fest, dass weder der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz noch die ausführende Baufirma die Schuld an dem Unfall hatte sondern der Vorfall einfach großes Pech war. Dies geht nach Angaben der LBM aus dem Gutachten zur Ermittlung der Ursache hervor. Der Landesbetrieb werde daher auch keinen Schadenersatz von dem Unternehmen fordern. Auf den Kosten bleibe der Bund nun sitzen. Acht Millionen Euro waren erforderlich, um die Brücke wieder anzuheben und die Hilfsstützen aufzustellen, damit der Verkehr rollen konnte.

Die Brücke war während der Bauarbeiten am Herzstück Ost in der Anschlussstelle Mainz-Mombach der A643 infolge eines gekippten Pfeilers 30 Zentimeter abgesackt. Der anerkannte Sachverständige für Grund- und Felsbau gehe in seinem abschließenden Gutachten davon aus, dass der Unfall „mit großer Wahrscheinlichkeit durch Bohrarbeiten verursacht“ wurde, teilt der LBM weiter mit. Dadurch habe sich der Boden aufgelockert, wodurch ein Pfeiler kippte und das Lager herausfiel. Dies sei jedoch nicht vollständig zu vermeiden gewesen. Die Baufirma habe den Schaden nicht vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt. Vielmehr sei der Boden schwierig zu durchbohren gewesen, da unter den Betonfundamenten Kalksteinbänke und lockerer Sand liegen. Da später der Rheinpegel sank, habe sich die Bodenlockerung zu einem Hohlraum vergrößert, wodurch der Pfeiler kippte. Der Baugrund sei auch vom LBM korrekt beschrieben worden.

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