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Jedes Kindergartenkind hat am Jahresende in Rodgau ein Betreuungsplatz.
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Jedes Kindergartenkind hat am Jahresende in Rodgau ein Betreuungsplatz.

Rodgau / Langen

Keine Wartelisten mehr für Rodgauer Kindergartenkinder

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Ende des Jahres ist in Rodgau für jedes Kind im Alter ab drei Jahren die Betreuung garantiert. 300 Plätze werden geschaffen – so viel wie in Langen aktuell noch fehlen.

Davon können andere Städte aktuell nur träumen: Ende des Jahres wird in Rodgau, der größten Stadt im Kreis Offenbach, jedes Kindergartenkind einen Kitaplatz haben. Die Stadt schafft derzeit zwölf Gruppen mit 300 Plätzen für Drei- bis Sechsjährige. Dann gibt es in Rodgau insgesamt 1900 Ü3-Plätze – bei 1800 anspruchsberechtigten Kindern. Das bedeutet Vollabdeckung, sogar mitsamt der Inklusionskinder.

Mit 300 zusätzlichen Ü3-Plätzen wäre man in Langen, der drittgrößten Stadt im Kreis Offenbach, hochzufrieden. Dort haben im Vorjahr knapp 300 Ü3-Plätze sowie knapp 200 Plätze für Krippenkinder gefehlt. Die Stadt hat die Grundsteuer B um satte 185 Prozentpunkte erhöht, um den Kita-Ausbau zu finanzieren. Im zweiten Halbjahr entstehen nun insgesamt knapp 150 Ü3-Plätze. In Containerbauweise werden eine Sport-Kita für 75 Kinder, eine Musik-Kita für 25 Kids sowie Waldgruppen an der Kita Forsthaus und der Kita Zauberburg mit jeweils 20 Plätzen errichtet. Die Kita Nordlicht wird um eine Kleingruppe mit acht Plätzen erweitert. Im kommenden Jahr sind in der wachsenden Stadt weitere Projekte geplant, um die Betreuung für die verzweifelten Eltern sicherzustellen.

In Rodgau dagegen dreht man schon seit 2016 „ein richtig großes Rad“, wie sich Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP) ausdrückt. Wie die Wartelisten zeigen, mit Erfolg. Zumindest im Ü3-Bereich wird der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz Ende des Jahres erfüllt sein. Bei den Krippenplätzen ist die Stadt allerdings noch lange nicht so weit. Zwar werden in diesem Jahr noch neun neue U3-Gruppen für insgesamt 108 Kinder eröffnet, doch der Versorgungsgrad liegt dann trotzdem nur bei 63 Prozent. Da für jede einzelne zwölfköpfige Gruppe mit Baukosten von 700 000 Euro zu rechnen ist, werde der U3-Versorgungsgrad die Stadt noch einige Jahre beschäftigen. „Wir planen, dass in der kommenden Legislaturperiode 80 Prozent aller anspruchsberechtigten Jahrgänge einen Platz haben sollen“, blickt Schüßler voraus.

Die Stadt geht beim Bau von Kindertagesstätten neue Wege. Erstmals entstehen derzeit zwei baugleiche Gebäude, die Betreuung und bezahlbares Wohnen unter einem Dach vereinen. Das heißt: im Erdgeschoss jeweils Platz für zwei Ü3- und zwei U3-Gruppen, im Ober- und Dachgeschoss jeweils zehn Wohneinheiten mit 60 bis 80 Quadratmetern. Die Stadt investiert für die Gebäude in den Stadtteilen Weiskirchen und Hainhausen, die mit heimischem Kalksandstein gebaut werden, jeweils 6,5 Millionen Euro.

Für die komplett barrierefreien Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit Loggia werden 8,50 bis 9 Euro pro Quadratmeter verlangt. „Damit liegen wir 2,50 Euro unter dem Marktpreis“, so Schüßler. Die Räume sollen an Personen mit einem Familieneinkommen bis rund 2600 Euro vermietet werden. Die Stadt nehme in diesem Jahr „deutlich über 25 Millionen Euro“ in die Hand, um Kitas und bezahlbares Wohnen zu verwirklichen, erklärt er.

Die Trägerschaft für die beiden Kitas ist europaweit ausgeschrieben. Sie sollen zum 1. November in Betrieb gehen.

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