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Velimir Bujanec (r.) bei einer Feier in Zagreb.

Kroatische Gemeinden in Rhein-Main

Keine Kirchenräume für Nationalisten

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Nachdem die FR über Auftritte umstrittener rechter und rechtsextremer Redner in kroatisch-katholischen Gemeinden berichtet hat, zieht das Bistum Mainz Konsequenzen.

Das Bistum Mainz zieht Konsequenzen aus der Berichterstattung der FR über die Auftritte rechter und rechtsextremer Redner in kroatisch-katholischen Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet. Wie das Bistum auf FR-Anfrage mitteilte, hat der Mainzer Generalvikar Udo Markus Bentz das Gespräch mit dem Leiter des Büros der Kroatenseelsorge, Pfarrer Ivica Komadina, gesucht. Man sei darin übereingekommen, dass die Räumlichkeiten der kroatischsprachigen Gemeinden „geistliche Zentren“ seien und nicht für politische Zwecke genutzt werden sollen. „Insbesondere dann nicht, wenn dabei extreme politische Ansichten vertreten werden“, heißt es in der Antwort des Bistums. Dies solle allen Seelsorgern der kroatischen Gemeinden in Deutschland deutlich kommuniziert werden.

Die FR hatte in der Vergangenheit mehrfach über umstrittene Veranstaltungen in kroatischen Gemeinden berichtet. Dazu zählten etwa die Vorführung eines Holocaust-relativierenden Films, aber auch Auftritte prominenter Vertreter der extremen Rechten Kroatiens. Eine nicht unwesentliche Rolle hatte dabei der Seelsorger der kroatischen Gemeinde in Offenbach, Tomislav Dukic, gespielt, der entsprechende Veranstaltungen mitorganisiert hatte. Zuletzt hatte die FR mehrfach auf Auftritte des rechtsradikalen kroatischen TV-Moderators Velimir Bujanec aufmerksam gemacht – unter anderem bei der 60-Jahr-Feier der kroatischen Gemeinde in Mainz.

Auch Bujanec hat mittlerweile auf die Berichterstattung der FR reagiert. Vor elf Tagen erklärte er in seiner Sendung, dass es „keine deutschen Medien“ seien, die „schlecht“ über ihn und kroatische Seelsorger schrieben, sondern „linksextreme Portale“. Zugleich erklärte er, weitere Einladungen aus Deutschland erhalten zu haben.

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