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Geschwindigkeitsbegrenzung in Frankfurt.

IHK

Kein Tempo 30

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Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt ist gegen eine Verkehrsberuhigung. Der Verkehr in der Stadt müsse "gesamtheitlich" betrachtet werden.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt spricht sich gegen einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich in der Frankfurter Innenstadt aus. Die Stadtpolitik solle sich eher mit der Abwendung des Fahrverbots für ältere Fahrzeuge beschäftigen, statt einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich innerhalb des Alleenrings und der Berliner Straße einzurichten, sagte Hauptgeschäftsführer Matthias Gräßle.

Die Stadtverordneten im Römer befassen sich am Dienstag mit dem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich. Dort würden Tempo 30 sowie die Rechts-vor-links-Regelung gelten. Ampeln wären abgeschaltet. Außerdem ist geplant, Lieferzonen für den Wirtschaftsverkehr einzurichten. Die Verkehrsberuhigung würde den Fußgängern zugutekommen. Die IHK Frankfurt vertritt die Auffassung, dass in den genannten Straßen teilweise wenige Autos fahren und diese auch nicht schnell unterwegs seien. Sogenannte Autoposer würde auch Tempo 30 nicht davon abhalten, den Motor aufheulen zu lassen.

Gräßle sprach sich dafür aus, den Verkehr in der Stadt „gesamtheitlich“ zu betrachten. Gegenüber dem Magistrat warb er dafür, ein Gesamtverkehrskonzept für Frankfurt vorzubereiten und den Ausbau des Nahverkehrs zu forcieren.

Ein Fahrverbot würde die Unternehmen und ihre Angestellten über die Maßen belasten, ist die IHK Frankfurt überzeugt. Sie wirbt dafür, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und pünktlicher zu machen und alternative Antriebe bei Bussen einzuführen.

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