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Ein Luchs sitzt im Opel-Zoo hinter einem Baumstamm in seinem Gehege.

Kassel/Göttingen

Kein Nachweis von Luchs-Weibchen: Nur ein Tier in Hessen

Der Luchs droht aus Hessen zu verschwinden. Es sei in den vergangenen Monaten nicht gelungen, ein Weibchen zu fotografieren, sagte Markus Port vom Johann-Friedrich-Blumenbach Institut für Zoologie und Anthropologie in Göttingen.

Der Luchs droht aus Hessen zu verschwinden. Es sei in den vergangenen Monaten nicht gelungen, ein Weibchen zu fotografieren, sagte Markus Port vom Johann-Friedrich-Blumenbach Institut für Zoologie und Anthropologie in Göttingen. Und auch die Zahl der männlichen Tiere ist gesunken: Von den zuletzt in Nordhessen lebenden zwei Exemplaren sei eines in den Harz zurückgekehrt. „So wie es aussieht, gibt es nur noch einen Luchs und selbst nach dem suchen wir noch“, erklärte er.

Vor vier Jahren lebten in Nordhessen noch sechs Raubkatzen dauerhaft. Doch zwei Tiere starben an der Krankheit Fuchsräude, zwei verschwanden und sind vermutlich auch tot. Im Harz gibt eine feste Population von Luchsen. Die Hoffnung war, dass von dort ein Weibchen den Weg nach Nordhessen findet, um den Bestand zu erhalten. Die fehlende Partnerin könnte ein Grund für das Abwandern des zweiten Luchses gewesen sein.

Mit Fotofallen an 70 Standorten untersuchen die Forscher auf einer Fläche von 1000 Quadratkilometer in Nordhessen den Luchsbestand. Gesichtet wurden die Tiere früher in den Landkreisen Kassel, Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner. Ob der Luchs in Hessen eine Zukunft hat, wird sich im Frühjahr zeigen. Im April könne man Genaueres sagen, erklärte Port. Fachleute sehen in einer Auswilderung eine mögliche Rettung für den Luchs in Hessen.

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