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Kein Lieferengpass für Frankfurter Würstchen

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Von: Annette Schlegl

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Die coronabedingte Schließung des Dreieicher Betriebs der Großmetzgerei Brandenburg bleibt ohne große Folgen. Andere Produktionsstandorte übernehmen.

Die Großmetzgerei Wilhelm Brandenburg kann bis zum 3. September, 24 Uhr, an ihrem Standort Dreieich nicht mehr produzieren. So lange gilt nämlich die Quarantäne für die Beschäftigten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Ein Lieferengpass sei aber nicht zu erwarten, erklärte das Unternehmen auf FR-Anfrage; die umliegenden Standorte hätten ihre Produktion entsprechend erhöht.

Am Freitag hatte das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach verlautbart, dass 61 Beschäftigte im Dreieicher Betrieb positiv auf Covid-19 getestet wurden. Aus Gründen des vorbeugenden Infektionsschutzes ordnete die Behörde im Einvernehmen mit dem Unternehmen an, die Arbeit in der Produktion für die Dauer der Quarantäne komplett einzustellen. Brandenburg stellt in Dreieich hauptsächlich Frankfurter Würstchen her. Von der vorübergehenden Betriebsschließung sind nun 450 Beschäftigte betroffen.

Ob zu den 61 Corona-Fällen übers Wochenende weitere Infizierte kamen, war am Montag nicht zu erfahren. Gesundheitsbezogene Angaben veröffentliche die Rewe-Group, zu der Wilhelm Brandenburg gehört, grundsätzlich nicht, hieß es aus der Presseabteilung.

Fest steht aber, dass es keine Leiharbeiter:innen sind, die mit Covid-19 infiziert sind – obwohl ein Großteil von ihnen in einem Hotel im Kreis Offenbach untergebracht ist. Es gebe auch Unterkünfte außerhalb des Kreises, in denen die Infizierten wohnen, so Kreis-Pressesprecherin Ursula Luh. Brandenburg beschäftige seit Oktober vergangenen Jahres im Kernbereich keine Werkvertragnehmer:innen mehr, erklärte Rewe-Pressesprecher Andreas Krämer. Die betroffenen Mitarbeiter:innen seien allesamt bei Brandenburg direkt angestellt.

Zuerst habe das Unternehmen durch die kostenlos zur Verfügung gestellten Selbsttests von vermehrten Infektionsfällen erfahren. Umgehend seien PCR-Tests in die Wege geleitet, die betroffenen Beschäftigten samt Kontaktpersonen von der Arbeit freigestellt worden. Am Freitag entschied man sich zur Betriebspause – unter anderem, um „der Verunsicherung der Belegschaft vorzubeugen“.

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